Zwei Jahre Boom, vier Jahre Krise: Warum Bike24 trotzdem zweistellig wächst K#648
Shownotes
Fahrrad-Boom, Überbestände, loyale Bestandskunden und KI: Der Fahrradmarkt durchläuft nach den Pandemie-Jahren eine herausfordernde Konsolidierungsphase. In dieser Folge spricht Karo Junker de Neui mit Andres Martin-Birner, Mitgründer und CEO von Bike24, über die beeindruckende Entwicklung des E-Commerce-Unternehmens. Sie beleuchten, wie Bike24 durch konsequenten Fokus auf das Kernsortiment, hervorragenden Kundenservice und schnelle Lieferungen weiterhin profitables, zweistelliges Wachstum erzielt.
Wie profitiert Bike24 davon, dass 80 Prozent des Umsatzes durch Teile, Zubehör und Bekleidung generiert werden und nicht durch Kompletträder? Warum liegt der Paid-Marketing-Anteil bei unter zwei Prozent und wie gewinnt das Unternehmen stattdessen seine Kunden? Wie behauptet sich der Bike-Spezialist gegen mächtige Marktplätze wie Amazon?
Außerdem: Andres teilt seine Perspektive auf anhaltende Branchen-Trends wie Bike-Leasing und das E-Bike, die symbiotische Beziehung zum stationären Handel und wie Bike24 erste KI-Tools für Datenanalyse, Content und Kundenservice nutzt.
Das Gespräch im Überblick:
(0:12) Marktkonsolidierung: Wie Bike24 die Krisenjahre profitabel meistert (18:39) Das Kerngeschäft von Bike24 (22:21) Wettbewerb mit Amazon (29:11) Markttrends wie E-Bikes & Leasing (42:17) KI in der Praxis: Reale Use-Cases in Datenanalyse, Content & Kundenservice
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Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Kassenzone mit Caro.
00:00:12: Ich bin Caro Junker de Neue, ich bin Geschäftsführerin in die Teilberatung eTribes und spreche heute mit Andres Martin Birner, CEO von BIKE-Vierundzwanzig.
00:00:22: BIKE Vierund zwanzig wurde vor vormunzwanziger Jahren von anderes gegründet ist seit zwanzigeinundzwanzig Börsen notiert und hat sich über diese Zeit so einem der führenden Eco-Massplayer im Fahrzegment entwickelt.
00:00:34: Ihr kennt das Thema schon aus anderen Kassenzone-Episoden.
00:00:38: Der Fahrradmarkt ist groß, aber auch hochdynamisch – die gesamte Branche hat drei harte Krisenjahre hinter sich und erholt sich eher langsam.
00:00:45: Trotzdem gibt es viele Trends, die nach vorne blicken superoptimistisch stimmen wie zum Beispiel das Thema E-Bike oder Bike Leasing.
00:00:56: allen Dingen unterhalten wir uns über die Performance-Hebel.
00:00:59: Die Ausschlaggebung dafür war an das Bike-Fourundzwanzig heute mit rund zweihundertneunzig Millionen Euro Umsatz, zweistelligen Umsatzwachstumsraten anders als ganz viele Marktteilnehmer super profitabel dasteht und dazu auch noch viel Wachstumspotenzial sieht.
00:01:16: eine wirklich inspirierende sehr spannende Folge und ein transparenter Einblick von Anderes!
00:01:22: Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Zuhören.
00:01:25: Hallo lieber Andres, herzlich willkommen zurück bei Carsten Sohn.
00:01:29: Schön dass du wieder da bist!
00:01:31: Du bist zum zweiten Mal bei uns und machst Bike-Fürundzwanzig auch schon seit vierundzwannzig Jahren.
00:01:37: Das heißt ganz viele Hörerinnen und Hörere aus dem IKOMOS werden dich kennen.
00:01:41: trotzdem noch mal wie es unsere Tradition entspricht einmal ganz kurz von dir wer bist du?
00:01:47: Und was macht Bike-Fiernzwanziger?
00:01:49: Ja, herzlich willkommen an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:01:53: Und vielen Dank für die Einladung!
00:01:54: Ich freue mich sehr jetzt zum zweiten Mal dabei zu sein.
00:01:58: das erste mal war es mit Alexander Graf ich weiß gar nicht mehr, ich glaube es war im Jahr zwölf und zwanzig kurz nach dem Börsengang.
00:02:07: Er hat sich einiges getan richtig.
00:02:10: Bikevierundzwanzig wird nächstes Jahr vierundzwanzig.
00:02:12: dieses Jahr sind wir im vierundzwannzigsten Jahr Und ja, ich bin einer der Gründer und CEO von BIKE-Vierundzwanzig.
00:02:21: Wir sind bürsennotiertes Unternehmen seit Jahrzehnteinundzwanzig.
00:02:26: Ja, uns hat sich einiges getan in den letzten Jahren.
00:02:28: Das ist
00:02:29: richtig.
00:02:29: Das glaube ich!
00:02:30: Und nochmal ganz kurz beschrieben.
00:02:32: BIKE Vierund zwanzig ist es ein klassisches Handelsmodell.
00:02:36: Welche Kategorien besprechen wir hier heute?
00:02:39: Seid ihr schon einen Marktplatz?
00:02:40: Kannst du mal so ein bisschen umreißen wie du euer Geschäftsmodell beschreiben
00:02:44: würdest?!
00:02:45: Ja, wir sind ein ganz klassisches E-Commerce-Unternehmen.
00:02:48: Verkaufen über www.bike-vierundzwanzig.com.de und noch über andere lokalisierte Webseiten, Fahrradteile, Fahrerzubehörbekleidung und auch komplette Fahrräder – und das primär in ganz Europa!
00:03:01: Primae an ganz Europa.
00:03:02: Und wenn wir jetzt heute im Jahr zum nächsten Jahr auf Bike-Vierund zwanzig wiederum schauen, wo steht ihr denn umsatzseitig?
00:03:11: Also wir haben letztes Jahr ... knapp zweihundert neunzig Millionen Euro Umsatz gemacht, erheblicher Teil davon in der deutschsprachigen Region also Deutschland Österreich und Schweiz.
00:03:22: Ja ungefähr etwas weniger als ein Viertel den lokalisierten Märkten.
00:03:25: also das sind Märkte wo wir eine nationale Domänen anbieten die dann auch noch übersetzt ist und auch teilweise lokalisierte Zahlungsmethoden hat.
00:03:33: ja und der ganz internationale Anteil also alles außerhalb Europas ist sehr klein liegt deutlich unter fünf Prozent.
00:03:41: Ich habe parallel einen Geschäftsbericht offen und es ist tatsächlich extrem außergewöhnlich.
00:03:47: Wenn du sagst, sie wird ein klassisches E-Commerce unternehmen dann ist das ja eigentlich eine Kategorie von Unternehmen also ein Handelsmodell.
00:03:54: die ist in ganz vielen nicht allen wohl bemerkt aber an ganz vielen kategorien wahnsinnig schwer haben.
00:04:00: also insbesondere Seit dem Corona-Pandemieboom tun sich ultraviele Unternehmen schwer.
00:04:06: Die Margen sind extrem klein, die Kundenankquisitionskosten sind sehr hoch.
00:04:11: Dazu kommen noch weitere Herausforderungen, aber die meisten Unternehmen wenden überhaupt stagnieren oder verlieren auch aktuell noch Umsätze und Marktanteile und Profitabilität.
00:04:21: bei euch wenn man mal so dienen auf einen Blick Geschäftsbericht aufmacht sieht man bis auf ganz wenige Ausnahmen Nur zweistellige Wachstumsraten.
00:04:32: Was macht ihr anders als andere Kategorien oder andere Unternehmen im Handelsumfeld?
00:04:38: Ich glaube grundsätzlich profitieren wir davon, dass wir schon so lang am Markt sind, also wir haben relativ niedrige Kundenakquisitionskosten.
00:04:46: Ihr habt das vielleicht auch gesehen und du hast es gesehen im Geschäftsbericht.
00:04:49: Also unser Pate-Anteil liegt deutlich unter zwei Prozent.
00:04:53: Ich glaube für die EMI-Commerce ist wirklich eine super niedrigen Zahl Und wir profitieren von sehr vielen Bestandskunden, die seit Jahren treue Kunden von Bike-Firm-Zwanzig sind.
00:05:05: Immer wieder einkaufen bei uns und denen wir am Ende des Tages ein sehr gutes Gesamtpaket immer schnüren können und deswegen auch immer wiederkommen und bei uns kaufen.
00:05:16: Das ist grundsätzlich die Basis für das Wachstum, was wir letztes Jahr auch
00:05:20: hatten.".
00:05:25: Ich glaube,
00:05:27: das ist auch die Basis letztes Jahr gewesen und in Jahren davor gab es Anpassungsthemen aus der gesamten Branche.
00:05:34: Die Branche leitet ja insgesamt noch von dem Corona-Hype und dem tiefen Tal der Tränen durch die die Branche gerade immer noch durchgeht – zumindest in Teilen.
00:05:47: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, denke ich, in den letzten zwei, drei Jahren und deswegen ist das Wachstum schon außergewöhnlich hoch gewesen!
00:05:55: Aber ich habe so ein bisschen auch dem Team gesagt, auch ein bisschen verdient.
00:05:59: Weil wir glaube ich gerade das letzte Jahr viele, viele Dinge wieder richtig gemacht haben die uns in den Jahren im Jahr ist es einfach noch sehr schwer gefallen sind.
00:06:10: Ist es euch auch schwer gefallen?
00:06:12: Das kann man sich fast nicht vorstellen wenn man sich eben eure Performance heute anschaut.
00:06:16: vielleicht können wir auch nochmal ganz kurz einen Blick zurück machen nur dass ja selber auch schon beschrieben ist viel passiert.
00:06:21: also wir haben das auch schon anderen Folgen mal beleuchtet.
00:06:24: Ich würde behaupten, die Fahrradindustrie hat es in Teilen durchaus härter noch getroffen als andere Kategorien im E-Kümmer.
00:06:31: Es hatte so eine regelrechte Bogenburstbewegung.
00:06:35: So kann man das fast beschreiben und hätte eine extreme Nachfrage.
00:06:38: Ich glaube, in der Zeit wart ihr dann auch in Richtung Burstgang unterwegs.
00:06:42: Dann kam Lieferkettenprobleme dazu, dann kam Überbestände dazu, da gab's Rabatt.
00:06:46: Schlachten ohne Ende.
00:06:48: daraus folgert natürlich auch echt nicht Also schon eine signifikante Zahl auch an Konsolidierung und Insolvenzen in dem Komplettmarkt.
00:06:59: Ist das eine zutreffende Beschreibung der Jahre?
00:07:01: Und hat euch das auch so hart getroffen wie andere?
00:07:05: Ich glaube grundsätzlich ist der Markt schon relativ resilient, also die Absatzzahlen sind nicht so stark eingebrochen wie vielleicht den anderen Branchen.
00:07:15: Und trotzdem ist natürlich ein leichter Rückgang nach diesen Boomjahren, trifft natürlich trotzdem jede Branche hart und führt letztendlich auch zu einer Konsolidierung.
00:07:29: Davon kann man sich nicht entziehen.
00:07:30: und jeden mit dem ich in der Branche gesprochen habe gerade unser Aufsichtsratsvorsitzender, das glaube ich nochmal zehn oder fünfzehn Jahre länger an der Brange hat gesagt so was haben wir einfach noch nie erlebt.
00:07:42: Und ja, da immer zu jeder Zeit die richtige Lösung parat zu haben ist glaube ich nicht ganz so leicht.
00:07:49: Ich glaub' die ganze Industrie war wahnsinnig euphorisch durch Corona her.
00:07:53: Ich glaube irgendwie gefühlt jeder Deutsche ist in der Zeit aufs Fahrrad gestiegen oder hat sich ein Fahrrad gekauft und ich hab's von dem einen oder anderen dann gehört.
00:08:02: so das Thema Goldgräberstimmung kam da auf und ich glaub', dass es auch grundsätzlich Nichts Schlechtes, aber wenn natürlich dann unmittelbar nach den Corona-Jahren plötzlich dieser Krieg losgeht.
00:08:17: Die Inflation nach oben schnellt und die Konsumstimmung bekanntermaßen in den Keller rauscht – da hat man einfach Anpassungsschwierigkeiten.
00:08:27: Und wie du es richtig sagst, in unserer Branche kamen noch diese ganzen Lieferkettenthemen dazu.
00:08:34: Das heißt, die Krise zum Beispiel bei Bike-Firm-Zwanzig haben wir tatsächlich ungefähr ein halbes bis ein Jahr eher gespürt als der Rest der Branche.
00:08:42: Weil diese Lieferkettenthemen sich erst viel, viel später aufgelöst haben und deswegen gab es diesen leichten Versatz auch und deswegen leidet die Branche insgesamt auch einen Tick länger als wir es getan haben.
00:08:55: Und würdest du sagen, diese Krisezeit ist jetzt... Hinter euch oder ist die Branche aktuell noch immer nicht über den Berg?
00:09:03: Wie würdest du es beschreiben.
00:09:05: Ich glaube insgesamt, die Industrie leidet schon teilweise noch gerade auch auf Herstellerseite wenn man so die aktuellen Zahlen hört und liest was da so aus Asien kommt.
00:09:17: ich glaube der Handel ist insgesamt schon gesundet also die Marktaustritte waren er sicherlich auch hilfreich.
00:09:23: das ist etwas ja stabiler jetzt ab.
00:09:28: Ich glaube, komplett gesundet sind wir noch nicht.
00:09:31: Aber ich habe mal so gesagt zwei Jahre Boom und darauf folgen dann vier Jahre Krise.
00:09:37: Ich glaube da sollte man also in dem Jahr zum Jahr-Zwischen im Jahr-Kristen auch langsam einmal rum sein.
00:09:41: Und ich glaube grundsätzlich die Hauptkrise in der Branche waren die Überbestände und sie sind eigentlich substanziell abgebaut.
00:09:51: Bei uns ist es eher bei den anderen vielleicht ein kleines Tick später aber bei ganz vielen Egal ob jetzt online oder offline, die Ware ist insgesamt wieder frischer.
00:10:03: Die Rabatte gehen auch zurück.
00:10:06: Das sieht man eigentlich flächendeckend und ich glaube das war eine sehr gesunde Phase gewesen durch die wir am Ende alle auch durch mussten.
00:10:14: und deswegen sehe ich da eigentlich sehr optimistisch in die Zukunft weil letztendlich die Megatrends... die wir und auch viele andere in der Branche ja immer wieder aussagen, die sind aus meiner Sicht auch ungebrochen.
00:10:29: Ja da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen.
00:10:31: ich würde sogar sagen sie sind noch viel also aus meiner ganz subjektiven Bewertung einig noch viel stärkere positive Vorzeichen als vielleicht sogar noch vor ein paar Jahren.
00:10:39: aber ich würde gerne nochmal auf die Learnings stückweit zurückblicken.
00:10:44: Dann gibt es Themen wo du auch sagst, also natürlich wünsch man ist keiner Branche und keine Unternehmen das Durchmachen zu müssen.
00:10:51: Trotzdem zwingt es ein Jahr sich radikal einmal alle Geschäftsprozesse, alle Stärkenschwächen anzuschauen und wirklich alles mal zu hinterfragen wenn eben Umsatzwachstum ausbleibt usw.
00:11:04: Gibt es so Themen wo Du sagst du bist ja ganz dankbar für weil es hat euch deutlich resilienter gemacht oder ihr seid jetzt ein deutlich besseres Unternehmen aufgrund dieser Veränderung die ihr vorgenommen habt in der Zeit?
00:11:15: Definitiv.
00:11:17: Wir sind insgesamt, kann man schon sagen sehr gesundet wieder.
00:11:20: wir haben Strukturen gestraft.
00:11:22: Wir haben ja Ende vierundzwanzig auch ein paar schmerzhafte Einschnitte machen müssen oder haben sie getan.
00:11:29: Das heißt alleine auf dieser, sagen wir mal Geschäftsleitungs-Eben haben wir fast ein Drittel der Stellen gestrichen.
00:11:37: Das sind natürlich schmerzhafte Schritte die macht man nicht gerne aber ich glaube, dass uns das auch geholfen hat und es weiterzuentwickeln.
00:11:55: Überbestände abgebaut war sicherlich auch ein großes Learning Und gleichzeitig mit einem super guten Timing kann man sich sicherlich vorstellen, kurz nach dem Börsengang die Entscheidung getroffenen SAP einzuführen.
00:12:10: Das hat uns sicher auch in den schwierigen Jahren ein bisschen gebremst weil das natürlich eine Organisation wahnsinnig beeinflusst und das ist nicht so super easy.
00:12:21: Eine Organisation wie wir mit Tochtergesellschaften, mit einem ausländischen Standort Ja, so voll zu integrieren.
00:12:30: Ich hätte mir das mit dem Wissen von heute ein bisschen eher gewünscht oder vielleicht dann am Ende des Tages auch vielleicht ein bisschen später aber da kamen dann viele, viele Dinge dazu die es uns sicherlich auch nicht so leicht gemacht haben in den zwei noch etwas schwierigeren Jahren und das ist glaube ich am ende auch ein positives Ergebnis daraus dass wir das hinter uns haben.
00:12:51: und die SAP-Einführung.
00:12:54: Ich glaube, das ist ein wichtiger Bestandteil auf des Wachstums gewesen vom letzten Jahr.
00:12:59: Ja also man muss sich das ja so vorstellen.
00:13:02: die Personen, die jetzt zuhören, die schon mal einen ERP oder auch SAP als ERP eingeführt haben wissen dass es eine unfassbar anspruchsvolle Aufgabe ist habe auch noch nie jemanden gehört dem es richtig Spaß gemacht hat.
00:13:15: Man muss wirklich am offenen Herzen operieren und jeden einzelnen Stein im Unternehmen einmal anfassen und umdrehen und gucken, ob er richtig liegt.
00:13:23: Aber natürlich ist es jetzt ein stabileres Fundament auf dem ihr weiter aufbauen könnt.
00:13:27: Wenn du sagst über Bestände abgebaut hat sicherlich geholfen und sehe wahrscheinlich auch eine smartere Inventoryplanung nach vorne heraus.
00:13:35: aber habt ihr euch in der Zeit sicherlich wie viele andere auch mal Gedanken gemacht, so Marktplatz-Elemente einzubauen und einfach fremd Sortimente aufzuschalten anstatt sie als Eugen euer eigenes Inventor auf Lager zu nehmen.
00:13:47: Es ist ja also das Amazon Playbook wo ja ganz viele Händler gerne hingucken.
00:13:51: Also wir haben das Thema ja steckt sicherlich irgendwo in der Schublade aber wir haben uns jetzt in diesen zwei drei schwierigen Jahren eigentlich entschieden uns aufs Kannengeschäft zu fokussieren, wo wir auch wissen dass es funktioniert.
00:14:06: Das war also eine ganz bewusste Entscheidung, sich auf die Dinge zu konzentrieren.
00:14:10: Ja wo wir ganz sicher sind dass sie funktionieren das sie profitabel sind.
00:14:15: und ja sag mal solche Themen wie Marktplatzgeschäft und anderes haben ein bisschen beiseite gelegt.
00:14:24: Wir denken da immer wieder drüber nach.
00:14:25: aber stand heute ist es nicht nicht ein Teil unserer Strategie
00:14:32: extrem spannenden Ansatz, weil er klingt so banal.
00:14:35: Aber es ist so richtig und wichtig und das geht in so vielen Diskussionen ganz oft verloren also auch in den Diskussionen die ich führe.
00:14:42: Es ist auch ganz oft immer die Suche nach dem einen goldenen Hebel der das ganze Modell redet.
00:14:48: aber am Ende des Tages ist es wirklich dieser Kern.
00:14:52: was mache ich?
00:14:53: Warum mache ich das?
00:14:54: Mache ich's hundertprozentig richtig und besser als andere?
00:14:57: Ja für mich war es am ende irgendwann auch wichtig.
00:15:03: Man muss ja am Ende das Team auch mitnehmen.
00:15:06: Und das Team kommt natürlich auch ins Krübeln, was machen wir denn jetzt falsch?
00:15:09: Warum läuft es gerade nicht gut?
00:15:11: und ich fand es schwierig, das Geschäftsmodell grundsätzlich in Frage zu stellen weil... Wir machen das ja schon eine Weile und seit zwei tausendzwei haben wir es geschafft jedes Jahr, jedes einzelne Jahr und da waren noch viele schwierige Jahre dabei gesamtwirtschaftlich betrachtet wo wir zweistellig gewachsen sind und wir sind jedes Jahr auch zweistllig im Attrag gewachsen unter dem Strich.
00:15:33: Und wenn du das zwanzig Jahre lang machst, glaube ich macht es auch Sinn dann zu sagen okay offensichtlich ist er in dem Geschäftsmodell einiges richtig und lass uns doch eher mal schauen was haben wir denn vielleicht falsch gemacht?
00:15:47: Was können wir vielleicht wieder korrigieren anstatt das Geschäfts-Modell grundsätzlich infrage zuständig.
00:15:52: Ich glaube das war der richtige Weg und das waren am Ende die Basis des Erfolges den wir letztes Jahr hatten dass man wirklich auf die Kernelemente wieder fokussiert haben.
00:16:02: Das heißt Sortiment, Verfügbarkeit, schnelle Lieferung sehr guter Kundenservice ein sehr gutes Gesamtpaket für den Kunden zu schnüren und ich glaube der Kunde hat uns das gedankt.
00:16:15: ja dass wir da dass wir uns da wieder auch zurückfokussieren haben auf die wirklich wichtigen Elemente am Ende des Tages im E-Commerce.
00:16:23: Wer sind denn eure Kunden die ihr bedient?
00:16:25: Also der Fahrradmarkt ist theoretisch unfassbar groß, jeder Mensch ab weiß ich gar nicht ob welchem Alter man irgendwie Fahrrad fahren lernt.
00:16:34: bis dank eBikes wahrscheinlich in fast bis man hundert ist kann man Fahrradfahren.
00:16:39: das kann man auch sportlicher Art und Weise machen.
00:16:41: Das kann man machen weil man darauf angewiesen ist oder weil man irgendwie der Umwelt gefallen tun will.
00:16:47: ja gibt es unfassbare viele verschiedene Motivationen Altersgruppen Stile, habt ihr da eine bestimmte Nische die anspricht oder seid ihr tatsächlich eher ein generalistischer Händler für Fahrräderbekleidung plus Ersatzteile?
00:17:01: Ich glaube es ist eine Kombination von beiden.
00:17:04: Tendenziell kaufen eher Enthusiasten bei uns, die auch sehr markengetrieben sind.
00:17:09: also wenn man mal einen stationären Handel schaut in den klassischen ist es doch eher Funktions getrieben.
00:17:15: also Funktion heißt ich suche ein Fahrrad für die Stadt Ja, fürs Sportive oder zur Fitness und dann kommt man am Ende auf das Produkt oder die Marke.
00:17:26: Und bei uns wird ganz stark Marke gekauft.
00:17:30: also der Ansatz ist schon ein bisschen anders stationär und online.
00:17:37: Und mit Enthusiast meine ich jetzt nicht unbedingt den Sportiven, der in die Alpen fährt.
00:17:43: Sondern für uns.
00:17:44: wir definieren Enthusiast durchaus als jemanden, der jede Woche regelmäßig Rad fährt also wenn er in die Uni fährt oder ins Büro oder eben auch aus sportiven Gründen.
00:17:53: das ist für unseren Enthousiast Wir machen das jetzt nicht ganz zu eng sagen ja wir adressieren nur den Sportler Der ist sicherlich einer der wichtigsten Kunden bei uns.
00:18:06: Aber als Enthusiast würden wir definieren, jemanden der regelmäßig Rad fährt.
00:18:12: Und in Drittel der Deutschen fährt laut statistischer Erhebungen mehrfach pro Woche oder mindestens einmal pro Woche und das würde ich schon im weitesten Sinne als unsere Zielgruppe
00:18:23: definieren.".
00:18:33: Kannst du das mal so ein bisschen ranken, was eure stärksten Kategorien oder welche wachsen vielleicht auch besonders stark?
00:18:40: Überraschenderweise jeder der Bike-Firnzwanzig hört denkt dann immer oh ja weit über fünfzig Prozent machen wir mit Fahrrädern.
00:18:47: genau das Gegenteil ist der Fall und es ist auch genau das gegenteil zum stationären Handel.
00:18:51: Also wir machen achtzig Prozent des Umsatzes mit Teilenzubehör und Bekleidung und rund zwanzig Prozent mit Fahrradern.
00:18:58: Und das ist glaube ich auch einer der Gründe für die für die treue Kundschaft, weil natürlich Kunden, die viel und oft fahren, die kaufen sich vielleicht aller ... ja im besten Fall gerne auch mal alle zwei Jahre.
00:19:09: Aber in der Regel kaufen sie sich vielleicht alle vier, fünf oder sechs Jahre mal ein neues Fahrrad.
00:19:14: Und aber der Kunde, der viel fährt hat verschleiß.
00:19:19: Der braucht meine Winterjacke und er braucht eine neue Kette Und der kauft sich vielleicht auch mal wieder eine neue Fahrradpumpe.
00:19:25: oder die sportiven Kunden brauchen auch Sportnahrung.
00:19:28: Das heißt, diese Kunden sehen wir eben ganz oft pro Jahr und da entsteht so ein ziemlich resilientes Modell wo ich jetzt vielleicht gar nicht unbedingt einen Abo brauche oder eine andere Möglichkeit aber es ist so ein bisschen quasi Abo.
00:19:44: Das ist glaube ich das was diesen Spike-IV Geschäftsmodell am Ende so resilient macht dass wir den Kunden eben ganz durch die Art des Geschäftes, weil die, die oft Fahrradfahren auch einen entsprechenden Verschleiß am Fahrrad haben und immer wieder neue Teile zu Behörden eben auch durchaus Bekleidung benötigen.
00:20:03: Aber wie schafft ihr es denn?
00:20:04: Dass diese Kunden nicht über Google vielleicht sogar TikTok-Shop erste Suche starten sondern direkt bei euch laden habt ihr ein... oder wie schafft ihr diese Motivation direkt bei euch, den Kauf zu tätigen hinzubekommen?
00:20:22: Ich glaube das beste Loyalty-Programm ist tatsächlich dieses Gesamtpaket von dem ich vorhin schon gesprochen habe.
00:20:29: Also aus einem sehr großen Sortiment.
00:20:31: wir gehören damit in Europa zu den Führenden was das Sortiment angeht.
00:20:35: Wir haben ja knapp achthundert Marken bei uns die wir anbieten Rund zweihunderttausend SKUs, was ungefähr so achtzig tausend Produkten entspricht.
00:20:44: Artikeln entsprixen also die Auswahl ist riesig wirklich von der kleinsten Speiche bis zum ja mehr als zehntausend Euro Komplettrat und diese Auswahl isso interessant und so attraktiv für viele Kunden dass sie in der Regel in der Lage sind ihren kompletten Warenkorb bei uns zu bekommen.
00:21:01: das ist auch ein Teil der Strategie zu sagen okay der Kunde wenn er bei Bike Vierenzwanzig zu Bike Viertzwanzig kommt kriegt vielleicht nicht jeden Artikel immer auf den letzten Cent preiswerter.
00:21:13: Also wenn er jeden Artikul einzeln shoppt, ist es sicherlich gibt's immer wieder Anbieter die ein paar Cent oder vielleicht bei dem einen oder anderen Artikel auch ein Euro billiger sind.
00:21:21: aber das ist gar nicht unser Ansatz sondern wir wollen ein attraktives Gesamtpaket schnüren für den Kunden dass einfach ja ich nenns Convenient Shopping also bequem einkaufen kann alles von uns bekommt und das möglichst dann auch schnell.
00:21:35: Und ich glaube nach wie vor, dass das bestimmt neunzig-fünfundneinzig Prozent des Erfolgs im E-Commerce auch ausmacht.
00:21:42: Ja und es ist für viele Kunden wichtig die Produkte eben auch schnell zu bekommen und eben dann auch genau die Produkte, die sie eben auch suchen von den Marken, die Sie suchen.
00:21:52: Da sind wir glaub' ich sehr gut aufgestellt was das angeht.
00:21:56: Welche Rolle spielt Amazon bei euch?
00:21:58: er mag?
00:21:58: Weil natürlich wenn du sagst schnelle Liefungen ist fertig ist immer so.
00:22:01: der erste Gedanke, der bei mir kommt bei Amazon Prime am allerschnellsten.
00:22:08: Oder ist die Zielgruppe einfach doch irgendwie ein bisschen nischiger und fühlt sich eher bei einem fachhämternden Anführungszeichen besser aufgehoben als bei Amazon?
00:22:16: Und deswegen spielt es eher eine untergeordnete Rolle.
00:22:19: oder ist das doch struktureller Wettbewerb?
00:22:22: Also ich glaube, Amazon muss man immer ernst nehmen.
00:22:24: Das tun wir auch und der Marktplatz und auch Amazon selbst ja wie gesagt ist ein großer und wichtiger Wett bewerber.
00:22:34: Wenn ich aber viele andere Branchen sehe, dann würde ich sagen vom Angebot sind wir da dahingehend schon unschlagbar.
00:22:41: Gerade wie gesagt was hochwertige Produkte und hochwertigen Marken angeht Dann ist es doch bei Amazon ein sehr kuratiertes Angebot Und die Auswahl ist bei uns da schon erheblich größer.
00:22:53: Und dieser, sag mal mal Fachhandelsgedanke der aus dem Retail kommt, den versuchen wir eben auch zu leben und den Kunden da in den Mittelpunkt zu stellen.
00:23:02: Immer wieder auch nah am Kunden zu sein.
00:23:04: was sind neue Marken?
00:23:05: Was sind Hippe-Marken?
00:23:07: Vielleicht sozusagen diesen TikTok Ansatz ganz schnell am Markt zu sein.
00:23:12: Den versuchen wir ja am Ende umzusetzen indem wir eben auf Messengehen oder Veranstaltungen gehen.
00:23:19: oder viele Marken melden sich auch direkt bei uns, wollen gelistet werden und dass wir da nah am Kunden sind.
00:23:24: Und schauen ja was könnte den Kunden im Jahr zwutausend sechsundzwanzig oder siebenundzwansich interessieren?
00:23:31: Das unterscheidet uns schon glaube ich auch zu Amazon.
00:23:35: Und ist das Sortiment dann für euch auch ein Stück weit neu?
00:23:38: Kunden-Akkquisitionskanal weil du hast eingangs gesagt ihr habt nun einen Anteil von zwei Prozent unter
00:23:44: zwei Prozent erheblich unter zwei prozent
00:23:46: stark Unfassbar klein.
00:23:49: Paid Marketing, ich nehme an das wahrscheinlich Paid Search Anteil bei euren Marketing Aktivität.
00:23:55: Aber wie kommt ihr denn an neue Kunden?
00:23:57: oder könnt ihr tatsächlich auch über eure Bestandskunden dieses Wachstum erreichen?
00:24:04: Letztes Jahr war es gerade auch über die Bestands-Kunden, die uns ein bisschen wieder entdeckt haben nach diesen zwei schwierigen Jahren dass wir eben auch im Sortiment und der Verfügbarkeit uns erheblich verbessert haben.
00:24:14: Und bei den Neukunden ist es natürlich viel Seeo-Traffic, den wir generieren.
00:24:21: Ich würde auch heute sagen was immer wieder unterschätzt wird ist Word to Mouse also wirklich der klassische.
00:24:27: mein Nachbar hat bestellt und das Paket fliegt vor der Tür und man kommt ins Gespräch.
00:24:32: Also das ist sicherlich ein Thema und was wir ja seit einigen Jahren auch sehr erfolgreich machen in Europa ist diese Landen ja diese länderspezifische Lokalisierung dieses Ausräumen des Geschäftsmodells eben in andere Länder.
00:24:46: Und da haben wir natürlich prozentual auch ein bisschen höheren Paid-Anteil, wir wollen ja dann nicht zehn Jahre warten um die Kunden zu akquirieren aber das sind am Ende des Tages die Treiber des Wachstums.
00:25:01: Ich meine, mit eurer Historie jetzt in den ca.
00:25:04: um zwanzig Jahren habe ich mir das schon gedacht, dass auch einfach ganz klassische Seeo-Arbeit bei euch allein aus der Historie raus einen relativ großen Anteil haben wird?
00:25:12: Welche Rolle spielen neue Kanäle wie Social Media, Instagram, Facebook, TikTok und
00:25:17: Co.?
00:25:17: Ist das für euch schon relevant?
00:25:19: Ja definitiv!
00:25:20: Machen wir auch seit einigen Jahren auch denke ich sehr erfolgreich gerade auf Instagram.
00:25:26: Ich glaube, der eine oder andere, der da aktiv ist, wird sich vielleicht über die einer oder andere Ed auch gefreut haben, die wir da ausspielen.
00:25:37: Ne also wir bespielende alle Kanäle neben Direct Traffic ist natürlich auch ein wichtiger Kanal aber wir bespielen alles was da irgendwie interessant ist und irgendwie up to date sind wir da wirklich
00:25:51: gut dabei.
00:25:51: Ja es wird halt unfassbar komplex ne?
00:25:53: Und ich frage mich immer wieder weil Also ich mach das jetzt auch schon ein bisschen länger und ich fand es früher immer so charmant, wie man über SEO und SEA sehr strukturiert, Daten orientiert.
00:26:06: Überhaupt nicht kreativ, keiner musste vor die Kamera Kunden akquirieren konnte.
00:26:10: und heute ist es halt deutlich mehr Kanäle, noch deutlich anspruchsvollere Kanälen mit Bilden, mit Video... Natürlich auch mit Discount.
00:26:17: Und man muss sich immer die Frage stellen, woher kann man das alles mitspielen bis es einem halt die Marge aufriss?
00:26:23: Aber da hat jeder natürlich jetzt eine ganz andere Ausgangssituation mit dieser Historie und dieser unfassbar geringen Abhängigkeit zu Paidkanälen.
00:26:31: Deswegen seid jeder dann natürlich strukturell erheblich besser aufgestellt als andere Unternehmen, die noch nicht so lange dabei sind.
00:26:36: Absolut ja!
00:26:37: Ich glaube, dass ist wirklich der Punkt, wo wir stark davon profitieren, dass wir von einer sehr gesunden Basis auswachsen können die auch sehr profitabel ist und das ja ermöglicht es uns natürlich.
00:26:50: Ja, denn die Kur ist relativ niedrig bei den ausländischen Märkten und Neukundengewinnung fällt uns auch recht leicht.
00:26:59: und ich glaube was man nicht unterschätzen darf Ist dieser ja auch im europäischen Kontext zu sehen dieser die Situation, dass wir im größten Fahrradmarkt Europas unterwegs sind.
00:27:11: Also der Zugang zu Industrie fällt uns natürlich deutlich leichter als in anderen Märkten wo die Industrie teilweise ja mit dem Großhandel gar nicht so vertreten ist.
00:27:22: Die Marken sind teilweise nicht vertrete.
00:27:25: also das es fällt den viel viel schwerer da auch Marken anzuborden Und das ist sicherlich was sehr Positives, was man auch im europäischen Kontext nicht unterschätzen darf.
00:27:38: Dann die geografische Lage von Deutschland ist natürlich super.
00:27:42: Das hilft uns natürlich auch gerade in der Internationalisierung oder wir nennen es Lokalisierung und das sind so zwei tatsächlich nicht zu unterschätzende Elemente, gerade wenn man sich, wenn man das Geschäftsmodell europäisch ausrollen möchte.
00:27:58: Das ist total spannend habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht.
00:28:01: Ich muss aber auch zugeben, dass ich persönlich einer der wenigen Personen in meinem Umfeld bin die nicht richtig ambitioniert Fahrrad fährt.
00:28:08: Und damit möchte ich jetzt wieder auf die Trends zu sprechen kommen und schon so ein bisschen ansgezieht.
00:28:14: Ich wundere mich ein bisschen das die Branche insgesamt sich noch nicht so richtig stark erholt hat.
00:28:19: also abgesehen von euch Weil ich durchaus sehe, aber ich lebe halt in der Hamburger Großstadtbabel.
00:28:26: Unfassbar viele Menschen hier auch meine E-Traps Kollegen fanden richtig am beziehenden Fahrrad.
00:28:31: also es sind regelrechte Sportgeräte.
00:28:33: da hat man auch nicht nur eins sondern auch gerne mal zwei oder drei und verabredet sich zu Gruppentouren hier irgendwie an der Elbe.
00:28:39: darüber hinaus sehe ich aber auch Meinem bekannten Kreisfamilien, die mit Lastenrädern fahren.
00:28:45: Die ich mir noch so vor zehn Jahren aus Kopenhagen kannte, die hier völlig angekommen sind.
00:28:49: natürlich spielt Umwelt und Energiepolitik eine riesengroße Rolle.
00:28:52: Und zuletzt habe ich beobachtet das Thema Bike Leasing scheint euch auch Zumindest der Industrie echt drückend zu geben weil es dazu führt dass sich noch mehr Menschen für Fahrradfahren interessieren.
00:29:02: Was sind aktuell Themen wo du sagst Ja das sehen wir auch und davon profitieren wie auch was sind die Trends auf die ihr euch besonders konzentriert?
00:29:12: Also der gesamten Branche?
00:29:14: ist das Thema Leasing wahnsinnig, ja ich würde schon sagen fast ein Stabilitätsanker in schwierigen Zeiten.
00:29:21: Gerade im stationären Handel wird ein erheblicher Teil über Leasing abgewickelt hat sicherlich auch Nachteile was das Thema der Abhängigkeiten angeht aber grundsätzlich stabilisiert das die Branche und hat auch in den letzten Jahren zu diesem Boom geführt gerade beim Thema E-Bike.
00:29:43: Das ist auch meiner Meinung nach ein Trend, der auch nicht so schnell weggehen wird.
00:29:46: Gerade weil es natürlich für viele Zielgruppen das Fahrradfahren überhaupt erst ermöglicht oder auch erleichtert gerade auch in Städten.
00:29:53: ja auch nicht jede Stadt ist so schön flach wie Hamburg und daher muss man sagen dass das E-Bike tatsächlich wirklich einen unverzichtbarer Bestandteil.
00:30:04: und wenn man sich mal die Zahlen an sieht, die für letztes Jahr veröffentlicht worden vom ZEV von diesem Zweiradindustrieverband Da sind für ungefähr etwas weniger als sechs Milliarden Euro umgesetzt worden bei Fahrrädern.
00:30:18: Und davon alleine kommen fünf Millionen von E-Bikes, also das ist schon ein erheblicher Anteil.
00:30:24: Also dass es nicht mehr wegzudenken die Bedeutung für die Branche und in Stückzahlen sind es nur ungefähr Fifty-Fifty ja?
00:30:31: Das ist ein Tickmehr e-Bike, man sieht das e-bike hat tatsächlich den Im Handel würde man sagen, den Bonn deutlich nach oben getrieben.
00:30:41: Das ist ein wirklich wichtiger Bestandteil in der Branche.
00:30:44: Natürlich neben diesem ganzen Thema Fitness und Rennrad und Gravel das ist eher so ein bisschen unsere Spielwiese.
00:30:50: also bei uns ist es nach wie vor so bei uns kaufen eher doch die Kunden die selbst noch in die Pedale treten wollen und den Berg mit eigener Kraft und eigenen Willen sich nach oben quälen.
00:31:04: Aber im stationären Handel ist das E-Bike tatsächlich unverzichtbar.
00:31:08: Und wenn ich dich sehe, muss ich sagen ein kleiner kleines aber finde nicht unwichtiges Thema.
00:31:17: Ich seh es besonders auch in Dresden und als ich letztes Jahr auch in Hamburg war wieder gesehen wahnsinnig viele Frauen die mittlerweile auf dem Rennrad sitzen also vor Jahren nicht gegeben die auch in größeren Gruppen zusammenfahren.
00:31:32: Also das ist auch ein Trend, der mich beeindruckte.
00:31:36: Ja total und das ist ja tatsächlich auch eine nicht zu unterschätzen große neue Zielgruppe die auch einmal quasi von selbst den Markt für euch einfach vergrößert ne?
00:31:48: Definitiv definitiv und man sieht es auch wenn ich in Europa unterwegs bin.
00:31:54: also da hat sich wirklich wahnsinnig viel geändert.
00:31:56: und auch noch ein Thema was nichts zu unterscherzen is Radinfrastruktur.
00:32:01: Ich glaube, da gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens nicht nur in Deutschland sondern auch in vielen anderen europäischen Städten gerade wenn ich auch in Barcelona unterwegs bin dort wo unser zweiter Lagerstandort ist.
00:32:12: Also das sind wirklich riesige Investitionen in den letzten Jahren getätigt worden und dass sieht man ja Angebotschaft nachfragen.
00:32:18: also je mehr es Fahrradwege gibt sichere Fahrrad Wege umso mehr wird es auch Radverkehr geben.
00:32:25: eine positive Nachricht auf der einen Seite, was das Thema Umwelt angeht.
00:32:31: Aber natürlich ist es auch gut wenn die Preise so hoch sind an der Tankstelle dass der ein oder andere dann aufs Fahrrad zurückgreifen kann einfach weil es sichere und ausreichend viele Fahrradwege gibt um viele Wege eben mit dem Fahrrad durchführen zu können.
00:32:49: und fast alle Statistiken sagen dass die Menschen mehr Fahrrad fahren und die Strecken auch länger werden.
00:32:57: Und da spielt dann sicherlich auch das E-Bike wieder eine entscheidende Rolle.
00:33:01: Total, aber wenn Menschen mehr Radfahren und längere Strecken, dann gehen die Fahrräder auch kaputt oder müssen zumindest mal geservice oder gewartet werden.
00:33:11: Posität er denn nur der stationäre Handel von?
00:33:13: Oder könnt ihr euch darin auch irgendwie Beteiligen?
00:33:18: spielen vielleicht sogar stationäre Services für euch eine Rolle?
00:33:24: Also grundsätzlich profitieren wir natürlich davon, genau von diesem Trend.
00:33:28: Ich glaube, wir können uns ein bisschen abkoppeln davon im Gegensatz zum stationären Handel wie viele Fahrräder in Deutschland verkauft werden.
00:33:34: Für uns ist eigentlich eher entscheidend, wie hoch der Fahrrad bestand ist also wie viel Fahrrädersinn in den Haushalten und wieviel wird dann damit gefahren?
00:33:43: was ich eingangs sagte Wie hoch ist denn der Verschleiß?
00:33:46: Wie oft muss ein Reifen eine Kette erneuert werden?
00:33:49: oder ja wie oft braucht man vielleicht ne neue Regenjacke oder auch mal ne Winterhose?
00:33:54: Das ist der entscheidendere Punkt.
00:34:00: Daher bin ich da eigentlich recht zuversichtlich, dass das gerade auch für die kommenden Jahre das Wachstum treibt.
00:34:07: und nochmal auf deine Frage einzugehen, viele Kunden sind heutzutage in der Lage so einfache Tätigkeiten am Rad selber durchzuführen.
00:34:17: Also da gibt es unendlich viele Videos dafür.
00:34:21: Wir produzieren da übrigens auch selber Videos, wie man eine Kassette wechselt.
00:34:25: Wie man die Kette wechselt und bestimmte Tätigkeiten durchführt.
00:34:31: Da ist viel möglich über YouTube und andere Kanäle.
00:34:36: Der stationäre Handel ist natürlich da unverzichtbar für ein Großteil der Kunden ja gerade wenn es um komplexere Reparaturen geht oder auch Serviceleistungen.
00:34:47: Da spielt natürlich der stationäre Handel weiterhin eine überragende Rolle.
00:34:52: Das heißt, anders als in anderen Kategorien wird der stationiere Handel da wahrscheinlich noch eher eine Daseinsberechtigung haben oder?
00:35:01: Definitiv,
00:35:02: definitiv ja!
00:35:03: Also dieses Disruptive wie vielleicht den anderen Branchen sehe ich in unserer Branche überhaupt nicht.
00:35:09: Ich glaube auch, dass es vielleicht dieses Symbiotische in unserer Branche ist.
00:35:14: Viele Kunden informieren sich heutzutage online und kaufen vielleicht auch online oder lassen sich online beraten oder inspirieren bekommen Impulse im Onlinebereich und kaufen dann durchaus auch stationär.
00:35:25: aber ich finde das überhaupt nicht schlimm.
00:35:28: Sollen viele Kunden gerne ihre Räder online kaufen?
00:35:31: Und die Hose oder das Trikot oder die Fahrradpumpe dann gerne bei uns.
00:35:36: Aber das ist wie gesagt eine sehr symbiotische Beziehung, weil der stationäre Handel natürlich mit dem Service Thema gerade sehr stark punkten kann und sicherlich auch vielleicht mit einer persönlichen Beratung.
00:35:49: Der für viele Kunden auch wichtig ist.
00:35:53: Und ja es gibt glaube ich nach wie vor einen erheblichen Anteil von Kunden die sich nicht so richtig vorstellen können Fahrrad online zu kaufen.
00:36:00: Die wollen eben mal drauf gesessen haben aber in dem Moment wo der Kunde sich ein bisschen tiefer damit beschäftigt oder vielleicht dann auch einen Fahrrad kauft, was er seit einigen Jahren fährt zufrieden ist.
00:36:13: Ja und sucht dann das Nachfolgemodell und hat dann weiß okay die Rahmengeometrien ändern sich bei vielen Herstellern nicht ja dann kann er das sozusagen nachfolgemodel dann eben durchaus auch online kaufen.
00:36:23: da wird sich nicht so viel ändern.
00:36:25: Das ist dann etwas wo wir dann glaube ich ins Spiel kommen Im Zweifel eben auch das Nachfolgemodell findet, wo er dann im stationären Handeler vielleicht eher schon Schwierigkeiten hat.
00:36:34: Weil die Auswahl dann zumindest bei einigen Sachen dann doch limitiert sind.
00:36:41: Ja begrenzt ist... Das ist richtig!
00:36:44: Ein Fahrrad muss ja also e-Bike oder modernes Girlbike, das sind ja schon auch teurere Anschaffungen und Es macht ja auch Spaß, sich sehr intensiv damit zu beschäftigen.
00:36:57: Zu informieren und zu überlegen welches Modell passt dann bestmöglich zu mir?
00:37:01: Das Fahrrad ist bei mir immer ein ganz gutes Beispiel wie sich agentische Produktsuchen zukünftig entwickeln können.
00:37:10: Und vielleicht mal zum Einstieg in das Thema KI merkt ihr aktuell schon eine Zunahme an Suchanfragen aus Sprachmodellen wie ChatGPT und
00:37:19: Co.?
00:37:21: Wir merken das, aber es ist sehr überschaubar.
00:37:24: Echt?
00:37:25: Ja!
00:37:27: Wir beobachten das natürlich mit Argus-Augen.
00:37:32: Schauen da auch was in der Branche passiert... Aber ja so richtig spürnt man das noch nicht.
00:37:39: Wir haben die Analyse-Tools, wir haben ein großes BI Team und ein großes IT Team.
00:37:45: Ich bin dadurch aus beim Bei den Doppelgängern und würde sagen, wir sind auch nicht die First Mover.
00:37:53: Aber ich glaube, wir beobachten das natürlich sehr genau.
00:37:55: Wir sind auch in der Lage darauf zu reagieren.
00:38:00: Und schauen uns das alles sehr, sehr genau an!
00:38:03: Man darf natürlich nicht ganz vergessen... ...in unserer Branche.
00:38:07: Das gilt auch für viele andere.
00:38:08: Deswegen bin ich bei Agentic Commerce.
00:38:12: auf der einen Seite finde ich das Thema spannend aber ich glaube nicht dass es in jeder Branche so erfolgreich sein kann oder wird und es gibt genug Beispiele, die ihr auch im Podcast oder auch andere genannt haben.
00:38:26: Dann hätten sich ja andere Sachen auch schon früher durchgesetzt.
00:38:32: Ob das jetzt Alexa von Amazon ist wo man auch schon alles ja de facto auch per Sprachbefehl bestellen kann oder die berühmten Buttons am Kühlschrank hat sich auch nicht durchgesetzt Und ich glaube was nach wie vor unterschätzt wird Wie gesagt, das betrifft glaube ich viele Branchen.
00:38:49: Dass für viele Menschen ja dass stöbern, dass das inspirieren, dass schauen wahnsinnig wichtig ist vielleicht sogar am Ende des Tages so ein Teil der Freizeit oder Unterhaltung ist und da möchte man vielleicht gar nicht alles einem Assistenten übergeben, der dann für einen shoppt und alles macht zu perfekt Sinn.
00:39:10: wir glaube ich nicht.
00:39:12: Das mag vielleicht die Tech-Elite gut finden, wenn wir das alle so machen.
00:39:16: Aber ich glaube für den Menschen ist Konsum und sich damit zu beschäftigen.
00:39:21: Ästhetische Dinge auch zu kaufen – ja wahnsinnig wichtig!
00:39:26: Und deswegen glaube ich auch der stationäre Handel hat seine Berechtigung, der online Handel Und gerade wenn man in so einer Branche wie wir unterwegs ist, wo eben auch vielleicht die Farbe des Fahrers das wichtig ist und nicht einfach nur die reine Funktion.
00:39:42: Und jeder will natürlich auch dass das coolste und neueste Trikot haben.
00:39:46: Das ist ja irgendwie klar und da überlässt man glaube ich dann doch immer noch den persönlichen Wünschen und übergibt es nicht an den Agenten.
00:39:59: Ich sehe das in ganz weiten Teilen auch so wie du.
00:40:02: Gerade bei emotionalen Themen oder ästhetischen Fragestellungen ist es ein ganz wichtiger Teil dieser gesamten Erfahrung, da sich einfach visuell ... zu informieren.
00:40:14: Und das ist natürlich auch ein Teil der Freizeitbeschäftigung.
00:40:16: ganz richtig, nicht in allen Kategorien aber... Richtig
00:40:19: genau!
00:40:19: Es sind eben keine Grundbedürfnisse die wir erfüllen sondern es würden ja Luxusprodukte nicht funktionieren.
00:40:25: also wenn man nur nach Reinfunktionen gehen würde, würde keiner Luxus Produkte kaufen und viele andere Produkte würde kein Mensch kaufen wenn es um rein um die Funktion geht.
00:40:37: Daher glaube ich, es hat alles seine Berechtigung und um bestimmte Grundbedürfnisse zu befriedigen.
00:40:41: Also ein Kollege hat erstens jetzt gesagt er braucht irgendwie eine neue Staubsaugertüte für das Modell XYZ.
00:40:49: Ich glaube da ist Agentic Commerce, könnte in Zukunft wirklich eine ganz wichtige Rolle spielen dass man einfach nur sagt Man sucht etwas, man braucht etwas und ich hätte es gerne morgen hier.
00:41:00: Da spielt am Ende die persönliche der persönliche Blick auf das Produkt eigentlich eine tatsächlich untergeordnete Rolle, sondern da geht es wirklich nur um die reine Funktion des Benötigens und des Befriedigen des Grundbedürfnises.
00:41:18: Das stimmt.
00:41:19: aber trotzdem wenn ihr sagt ihr beobachtet dass man Argus Augen bereitet euch auch enthalten schon ein Punkt Produktdaten oder ähnliches darauf vor weil ich finde das Potenzial für einen First Mover oder wenigstens mal Early Mover.
00:41:39: Und zwar ist es das Thema Kontext und das ist nämlich immer mein Beispiel, was ich benutze wenn es um Agent eCommerce geht.
00:41:45: die Art und Weise wie wir in Sprachmodellen interagieren entscheidet sich ja fundamental zu der Google beispielsweise interagiert.
00:41:51: bei Google heißt das irgendwie eBike kaufen Und in dem Sprachmodell habe ich die Möglichkeit zu sagen, hey bringe ich meine Kinder damit zur Schule.
00:41:59: Mache ich sportliche Bergtunnen?
00:42:00: Bin ich an der Elbe oder wie auch immer unterwegs bin ich neunzig Jahre alt.
00:42:04: Das sind ja Kontexte, die man theoretisch mit Hilfe von Produktdaten oder eben Kontextdaten super toll beantworten könnte hat aber fast kein Händler weil das bislang gar nicht relevant war.
00:42:16: Sind das so Sachen mit denen ihr euch schon beschäftigt?
00:42:17: Ja
00:42:18: definitiv!
00:42:18: Das schauen wir uns an Arbeiten da auch an ersten Lösungen dafür.
00:42:23: Aber wie gesagt, das sind wir, wie du es richtigerweise sagst.
00:42:27: Wir nehmen das sehr ernst und schauen uns das auch an.
00:42:30: Ich glaube gerade was das Thema Content angeht, Auswahl, Informationsbeschaffung spielen natürlich Sprachmodelle.
00:42:43: Ich glaub' ich auch eine wichtige Rolle oder die Bedeutung wird definitiv zunehmend.
00:42:50: und da gut vorbereitet zu sein.
00:42:52: Ich glaube, das ist sehr wichtig.
00:42:53: aber da fühlen wir uns sehr vorbereitet weil wir uns damit auch wirklich intern sehr intensiv beschäftigen.
00:43:01: Und jetzt mal von der Kundenseite auf die interne Seite gesprungen gibt es bereits bei euch in den Teams KUs Cases zum Beispiel im Bereich Content Erstellung oder vielleicht Kunden Service wo ihr schon deutlich seht hey das bringt uns wirklich auch Effizienzgewinne.
00:43:15: und jetzt gar nicht so sehr in Richtung kunde geblickt.
00:43:19: Ja, da sind viele Sachen natürlich in der IT.
00:43:24: Die KI spielt schon eine entscheidende Rolle auch in der Programmierung.
00:43:30: Aber was wir auch machen ist natürlich Datenanalyse, NPS-Surveys und Kundenverhalten.
00:43:39: Da sagen mir meine Teams Da ist die KI heutzutage in der Lage, gigantische Datenmengen sauber und ordentlich auszuwerten.
00:43:47: Das wäre vorher mit enormem Aufwand nur möglich gewesen anonymisiert Massendaten zu analysieren was vorher vielleicht Wochen gedauert hat schaffen wir dann wirklich auch in Tagen.
00:44:00: Dann natürlich die klassische Produktentwicklung.
00:44:02: also mit Produkt meine ich jetzt Webshop und Co.
00:44:04: dass man da Heutzutage gutes AB-Testing machen kann, Prototypen entwickeln.
00:44:11: Das geht auch natürlich irre schnell und natürlich gerade im Content Bereich wenn man so wie wir international unterwegs ist, kann man sich auch vorstellen nicht jede Website von uns ist dann auf Finish übersetzt über eine Agentur sondern das machen wir natürlich auch über KI Modelle.
00:44:29: Und auch im Service nutzen wir gerade als, ich würde es mal sagen schon tatsächlich so ein bisschen als Assistenz für einfache Anfragen.
00:44:35: First Level Support spielt KI mittlerweile auch schon eine Rolle.
00:44:40: Da sind wir dabei zu testen und auszuprobieren und Mitarbeiter da auch zu unterstützen also dass man gerade diesen Beratungsaspekt sogar etwas noch stärker in den Vordergrund stellt über Menschen.
00:44:54: Also ich glaube das sind die mindestens Stand heute noch etwas stärker als die LLMs oder die KI-Systeme, die wir da vorfinden.
00:45:05: Das wird sich sicherlich auch bald ändern.
00:45:07: aber stand heute wollen wir eher Mitarbeiter von Standardfragen entlasten und noch stärker in die Fachberatung hineingehen.
00:45:14: das ist einer der weiteren Punkte auf den wir da setzen
00:45:19: sehr spannend, das heißt er hat ja wirklich schon relativ weit.
00:45:21: Also ihr guckt euch ja schon entlang fast der gesamten Wertschöpfungskette die die US-Case an und habt ihr auch schon produktiv im Einsatz?
00:45:28: Ja!
00:45:28: Das ist sehr schön zu hören und auch relativ außergewöhnlich.
00:45:33: Vielen Dank.
00:45:34: Ich glaube allerdings dass da manche Sachen stehen und auch glaub ich in der Branche noch bevor.
00:45:39: also viele die sagen der Peak ist vielleicht schon erreicht.
00:45:42: Ich kann nur sozusagen aus Konzernsicht wir sind zwar nur ein kleiner Konzernen aber Kann ich sagen, KI ist natürlich viel trial and error gewesen gerade die letzten Jahre und dieses flächendeckende Ausrollen von KI-Modellen in den Unternehmen.
00:45:58: Ich bin der Meinung das steht erst kurz bevor.
00:46:01: auch wir ja man braucht da Betriebsvereinbarungen Datenschutztämen sind sehr wichtig.
00:46:08: Wenn ich Massendaten verarbeiten will, ist das natürlich wichtig zum Thema Datenschutz dann anonymisiert daran zu arbeiten.
00:46:18: Gleichzeitig sind viele Unternehmen auch dabei sowie wir auch dann interne KI auch zu entwickeln damit eben Daten nicht aus dem Unternehmen herausgehen und das sind so Themen, da stehen viele Unternehmen überhaupt erst kurz davor, das dann auch wirklich flächendeckend auch einzusetzen.
00:46:35: Deswegen glaube ich auch nach wie vor daran dass dieser KB Boom gerade auf Unternehmensseite ja auch erst in den kommenden Jahren die Kraft entfaltet, die viele schon versprochen haben für die aktuelle Zeit.
00:46:49: aber ich glaube da steht uns noch einiges
00:46:51: bevor.
00:46:52: Ja also diese trial and error Zeit ist natürlich mir macht unfassbar viel Spaß weil man selber natürlich irgendwie viele neue Möglichkeiten entdecken kann und Meine persönlichen Lernkurve ist unfassbar steil.
00:47:04: Ich sehe es aber genauso wie du, da stehen unfassbare viele regulatorische Governance-Themen auch schon quasi im Türrahmen und die müssen wir dann als Aller nächstes kümmern.
00:47:15: Aber vor allen Dingen würde ich noch gern einen Punkt ergänzen.
00:47:17: das ist ein Elbement der Organisation zur wirklich fechenden deckende Nutzung von KI.
00:47:23: Ihr scheint ein extrem schlankes Unternehmen zu sein Scheinbar auch eine hohe interne Motivation.
00:47:30: Auch besteht diese Dinge im Ausprobieren und weiterzuentwickeln, das ist aber nicht überall der Fall.
00:47:35: Und ganz oft versandten Prototypen dann halt genau an den Punkt nach dem es ausprobiert wurde weil jetzt eben nicht geschafft wird ins Galliogos-Fahrt für alle Mitarbeitenden zu spezieren.
00:47:46: Absolut!
00:47:47: Ich habe noch einen weiteren Punkt, den ich zumindest für unsere Industrie immer wieder benennen muss oder auch sehe – und ich vermute dass es in vielen anderen Branchen so Wir sprechen immer so viel über KI und zu wenig über Digitalisierung.
00:48:01: Wir können da durchaus auch ein Lied singen durch die SAP-Einführung, man muss da wirklich auch ein bisschen vorsichtig sein im zweiten nicht vom ersten Schritt zu tun.
00:48:10: Und ich sehe so viele Unternehmen wo die klassische Digitalisierung eigentlich noch hakt und wir sprechen wie gesagt schon ja in vielen in vielen Talks über KI.
00:48:21: Das ist alles sehr hilfreich, aber wenn so Grundprozesse noch nicht digitalisiert sind und viel mit Papier- und Drucker noch gearbeitet wird oder wenn viele Unternehmen bis zum heutigen Tag – wie gesagt wir sehen es bei uns auf der Lifferanten Seite – extreme Schwierigkeiten mit großen Datenmengen haben dann kann KI vielleicht ein gutes Tool sein um das eine oder andere zu beheben, aber da gehört natürlich ein bisschen mehr dazu da auch Infrastruktur zu schaffen, um diese großen Datenmengen gut zu analysieren und zu bearbeiten.
00:48:55: Ja absolut ganz viel Grundlagenarbeit, die uns da auch noch bevorsteht das stimmt!
00:49:01: Lieber Andres jetzt hast du so viele jahre zweistelliges Wachstum mit begleitet.
00:49:08: Gibt es da noch genug Fantasie, dass man das genauso weiterfühlen kann?
00:49:11: Wo kommen denn jetzt die nächsten zweistelligen Wachstumsraten her.
00:49:15: Ist es das Sortiment des noch weitere Märkte, obwohl ihr ja schon auch so stark international vertreten seid – ist es mehr Marketing?
00:49:22: Was sind da so ganz grob eure Pfeiler auf denen das wachstumende Zukunft aufbauen soll?
00:49:30: Vielleicht klingt das ein bisschen langweilig, was ich jetzt sage.
00:49:32: Ich glaube da am Ball zu bleiben ist glaube ich der wichtigste Fundament für weiteres auch zweistelliges Wachstum Auch die Strategie, die wir damals im Rahmen des Börsengangs vorgestellt haben also zu lokalisieren.
00:49:46: Da sind noch einige Länder offen dann werden wir auch dieses Jahr weitere Länder lokalisiere und auch für nächstes Jahr stehen ja schon Die ersten Kandidaten fest.
00:49:55: Europa ist ja groß und wir sind ja bisher nur mit zehn lokalisierten Webseiten unterwegs, daher ist da sicherlich noch einiges was davor uns liegt.
00:50:05: Und ich habe vielleicht mal ein Beispiel der französische Markt, der ist ungefähr im Fahrradbereich ungefähr halb so groß wie Deutschland.
00:50:16: Aber wenn ich das Verhältnis von den Umsätzen in Deutschland sehe und Frankreich bei uns speziell, da ist der Faktor eher eins zu zehn.
00:50:23: Also da ist wirklich noch genug Luft nach oben im internationalen Bereich auch erheblich zu wachsen.
00:50:29: Und mit dem Rückenwind, den ich hoffe dass der irgendwann mal auch sichtbarer ist in der kompletten Branche bin ich da eigentlich ziemlich zuversichtlich, dass wir mit den Grundlagen vor allem auch mit den finanziellen Stabilien die das Team gemeinsam mit mir gelegt hat dass wir da auch in Zukunft in der Lage sind überproportional zu wachsen, den Markt auch ein bisschen outzuperformen.
00:50:53: Da bin ich eigentlich ganz zuversichtlich und dann kann man sicherlich auch das eine oder andere noch von uns erwarten.
00:50:59: Stichwort auch Kooperation innerhalb der Branche.
00:51:03: Du hast es ja selber gesagt, das Thema Service treibt uns natürlich um.
00:51:06: was kann man vielleicht noch tun?
00:51:10: Aber auch der Kunde, der steht natürlich, denkt vielleicht ein bisschen abgetroschen aber er steht natürlich bei uns im Mittelpunkt.
00:51:17: Wir machen Kunden um Fragen und wir fragen was ist dir wichtig?
00:51:21: Welche Funktionalitäten vermisst du?
00:51:22: Welches Features hättest du gerne?
00:51:25: Und ja das sind natürlich Erkenntnisse an denen wir da auch arbeiten, dass wir noch den Kunden schneller zum Produkt führen, ja noch bessere Aktionen auch machen.
00:51:35: Vielleicht auch die eine oder andere mal exklusive Aktion mit der Industrie.
00:51:40: Da sind wir auch dran, um noch mehr Bindung zu uns schaffen.
00:51:44: Und da sind wir zuversichtlich, dass wir die nächsten Jahre ausreichend Potenzial haben, um dieses Zweistellegewachstum realisieren zu können.
00:51:54: Mich überzeugt das auch und es ist ein schöner reminder an alle.
00:51:59: dass am Ende des Tages auch mit der Vielzahl an Themen, mit denen wir uns im E-Commerce beschäftigen müssen.
00:52:04: Es wird nicht darauf ankommt erst mal die fundamentalen Dinge wirklich richtig zu machen und ich nehme es euch auf jeden Fall ab und bin richtig gespannt wie's bei euch weitergeht.
00:52:13: Ich wünsch dir und deinem Team alles erdenklich Gute dafür und freue mich auf das nächste Update dann irgendwann lieber anderes.
00:52:19: Herzlichen Dank!
00:52:21: Vielen Glückwünschen nach Hamburg Und
00:52:25: das war auch schon wieder eine Folge Kassenzone mit Caro.
00:52:28: Vielen, vielen Dank fürs Zuhören!
00:52:30: Die Folge wird wie immer produziert mit der Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen bei eTribes Und wir freuen uns über euer Feedback, eure Kommentare oder auch eure Gastvorschläge.
00:52:40: Entweder an karrotkassenzone.de Oder natürlich auch über alle anderen Kanäle.
00:52:45: Genau so geht das nämlich auch aus Spotify.
00:52:47: Wir sehen es uns immer mehr Menschen folgen und abonniert haben.
00:52:51: Das freut uns ebenso.
00:52:52: Insofern hier nochmal der Aufruf Wenn euch Kassenzone gefällt dann abonniert uns doch gerne auf den entsprechenden Kanälen.
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