Kai Kruse, Mehrheitsgesellschafter igefa (K#653)
Shownotes
In dieser Live-Folge sprechen wir mit Kai Kruse über den Aufbau und die Entwicklung des Familienunternehmens rund um Henry Kruse und die IGFA. Wir erklären, wie das Unternehmen als Großhändler Gewerbekunden mit C-Artikeln wie Reinigungsmitteln, Toilettenpapier und ähnlichen Produkten versorgt.
Wir blicken auf die Geschichte des Unternehmens: vom Ursprung in der Seifen- und Waschmittelproduktion über den Wiederaufbau nach dem Krieg bis hin zu Wachstum durch Übernahmen und regionale Standorte. Dabei erläutern wir auch, wie aus mehreren selbstständigen Familienunternehmen die IGFA als Verbund und später ein gemeinsamer Unternehmensverbund mit rund einer Milliarde Euro Umsatz und etwa 3000 Mitarbeitenden wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle des Großhandels im Wettbewerb mit Amazon und anderen digitalen Vertriebswegen. Wir sprechen darüber, warum viele Kunden bei uns bleiben, welche Bedeutung Bündelung, Logistik und Versorgungssicherheit haben und weshalb besonders Kunden aus Gesundheitswesen, Industrie, Gebäudereinigung sowie Hotellerie und Gastronomie auf diese Leistungen angewiesen sind.
Außerdem gehen wir auf Digitalisierung, Standortstruktur und Nachhaltigkeit ein. Wir beschreiben, wie Bestellungen zunehmend digital laufen, warum die Standorte und die eigene Fahrzeugflotte weiterhin wichtig sind und wie wir mit Themen wie Prozessoptimierung, Kommissionierung und nachhaltigerer Logistik umgehen.
Zum Schluss sprechen wir über den Fusionsprozess zum Mehrfamilienunternehmen, über Fachkräftemangel, über Kais Rolle als Aufsichtsrat beim THW Kiel und über seine Investitionen als Business Angel. Dabei wird deutlich, dass wir sowohl organisches Wachstum als auch Zukäufe als Wege sehen, um das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Waterkant: https://www.waterkant.sh/
Partner in der Folge: https://linktr.ee/kassenzone Community: https://kassenzone.de/discord Feedback zum Podcast? Mail an alex@kassenzone.de Disclaimer: https://www.kassenzone.de/disclaimer/
Kassenzone” wird vermarktet von Podstars by OMR. Du möchtest in “Kassenzone” werben? Dann https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_kassenzone
Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf/ https://twitter.com/supergraf
Youtube: https://www.youtube.com/c/KassenzoneDe/ Blog: https://www.kassenzone.de/ E-Commerce Buch 2019: https://amzn.eu/d/5Adc1ZH Plattformbuch 2024: https://amzn.eu/d/1tAk82E
Transkript anzeigen
00:00:08: Willkommen zum Kassenzone Podcast.
00:00:10: Heute zu Gast Kai Kruse, der unter anderem das Familienunternehmen rund um IG-Fahr SE aufgebaut hat.
00:00:18: Den habe ich in der letzten Woche auf dem Wartekant Festival getroffen und haben ein Live-Podcast aufgenommen.
00:00:24: Ursprünglich war mal die Idee den Unternehmer kennenzulernen.
00:00:27: dahinter diesen riesigen Gebäude an der A seven steckt.
00:00:31: In Neumünster Nord.
00:00:32: fährt man da vorbei auf den Weg von Kiel zum Flughafen.
00:00:36: Mega spannende Geschichte und die verkaufenden Sortiment, bei dem wir vor zehn Jahren in der E-Kommisszene noch dachten das geht auf jeden Fall alles an Amazon.
00:00:45: Reinigungsmittel, Klopapier und vieles andere.
00:00:49: Warum es eben nicht an Amazon gegangen ist und warum der Trend sogar in seine Richtung umgeschlagen ist via ein Unternehmen mit einer Milliarde Euro Umsatz knapp dreitausend Mitarbeitern aufgebaut hat.
00:01:01: Warum man es übergeben hat, was er heute als Aufsichtsrat beim THW Kiel macht?
00:01:06: Das erzählt er in diesem Podcast.
00:01:08: viel Spaß dabei!
00:01:08: Das war wahrscheinlich das schönste Podcast-Setup, was wir jemals hatten mit Blick auf's Wasser im Kiel.
00:01:17: Ja dann herzlich willkommen zu einem kleinen Live-Podcast von Kassenzone.
00:01:23: Gestern hatten wir schon mal hier probiert.
00:01:24: da war der Raum aber extrem laut, da war das gar nicht so einfach drüben wie bei Watakan Festival.
00:01:30: Heute zu Gast Kai Kruse, du kannst dich gleich selber mal vorstellen.
00:01:34: Aber ich kann schon vorab sagen es war gar nicht so einfach hier das richtige Thema zu finden.
00:01:38: Kassenzone ist ja ein Handels-Podcast.
00:01:40: Kai hat mit IGV einen Großhabenzellen nehmen und ist aber auch Aufsichtsrat beim THW.
00:01:46: Und auch noch Angel Investor ist hier glaube ich auch bei einem Startup aktiv was hier ausstellt also gibt ganz viele Anknöpfungspunkte Und mein und unsere Aufgabe ist hier einen kleinen roten Faden festzulegen.
00:01:59: Aber damit das für mich nicht so kompliziert ist, sage ich erstmal Hallo Kai stelle ich nochmal selber vor wie pitscht du dich dann selber?
00:02:07: Ja hallo Alexander ja vielen Dank!
00:02:10: Also ich bin Kai.
00:02:12: also du hast es eigentlich schon recht gut zusammengefasst.
00:02:16: wenn man das auf die berufliche Situation reduzieren will bin Ich Familie Unternehmer.
00:02:20: also Henry Kruse war mein Opa festgestellt und ich habe in den letzten Jahren auch angefangen, auch so an die Investoren für Start-ups zu gehen.
00:02:32: Das ist eine Zufallsgeschichte.
00:02:34: Die können wir vielleicht im Laufe des Gesprächs nochmal erörtern.
00:02:38: ja auch durch den in den THW Aufziehsrat bin ich auch durch andere Wendungen des Lebens gekommen.
00:02:43: Und was ich immer gerne nicht vergesse, ich bin auch leidenschaftlicher Musiker.
00:02:47: und für diejenigen, die noch nicht wissen, was sie heute Kieler Woche machen sollen.
00:02:50: Sonntagabend, Rathausbühne, neunzehn über fünfzehn Pocket Club Live da stehe ich mit meiner Band auf der Bühne.
00:02:57: Diesen Sonntags oder nächsten Sonntages?
00:02:58: Jetzt kommt
00:02:58: ein Sonntage also Übermorgens.
00:03:01: Okay, das schauen wir uns mal an.
00:03:05: Wir nehmen hier parallel zur Kieler Woche auf.
00:03:07: Das steht ja in meinen Briefingbogen, steht das gar nicht?
00:03:09: Da muss ich nachher Claude noch ein bisschen nachschärfen damit der Musik.
00:03:12: das hat es mir gar nicht rausgesucht.
00:03:14: Fangen wir mal kurz mit deinem Werdegang an also bevor du alles das geworden bist was welche Rollen du jetzt wahrnimmst wie er das angefangen.
00:03:21: Ja also ich bin sehr früh... Also ich habe drei Geschwister Ich hab' einen älteren Bruder und wir hatten in der Familie bis heute eigentlich das Thronfolgerprinzip.
00:03:32: Also mein Opa hatte zwei Kinder, nämlich meinen Vater und meine Tante und hat sich dann für meinen Vater entschieden dass er der Nachfolger werden soll.
00:03:43: und so gab es die Diskussion natürlich auch in unserer Generation und mein Bruder als älterer Bruder zu der damaligen Zeit konnte das natürlich nur ein Junge machen ist ja klar wurde denn zuerst gefragt aber meinem Bruder, mein Vater sind so ein bisschen wie Hund und Katze.
00:03:58: Das hat nicht funktioniert, dann hat mein Vater mich sehr früh gefragt ob ich das machen wollte?
00:04:02: Ich glaube da war ich achtzehn Jahre alt oder so und habe dann recht locker gesagt ja klar mache ich.
00:04:06: Dann hab' ich einen Plan und bin denn nach dem Abitur...habe ich halt erstmal Volkswirtschaft in Kiel studiert.
00:04:14: danach nach dem Vodiflohen bin ich nach Flensburg an die Fachhochschule gegangen und habe Betriebswirtschaftsende studiert und bin dann auch was man heute als Familienunternehmer mal sagen würde auf keinen Fall das so machen direkt ins Familienunternehmen eingestiegen, also als Berufseinsteiger und Nachfolger.
00:04:29: Das hat funktionieren.
00:04:30: zwar aber ich habe ja jetzt auch eine Tochter und wir sprechen auch drüber ob sie mal in die Firma kommen möchte oder nicht.
00:04:36: da hab' ich immer gesagt ne also jedenfalls nicht direkt sondern erstmal woanders den Berufseinstieg wagen auf das ganze Arbeiten in unterschiedlichen Firmen, wo man den Namen nicht kennt, kennenlernen und dann wenn es dann soweit ist, dann den Einstieg machen.
00:04:51: Das habe ich damals anders gemacht weil ich so die Haltung hatte.
00:04:54: naja der Altersunterschied zwischen meinem Vater und mir ist ja recht groß hätte ich geahnt.
00:04:59: das ist natürlich diese Generation, die Nachkriegsgeneration.
00:05:03: mein Vater wird jetzt in den nächsten Wochen nicht mehr in der Firma, beteiligt schon lange nicht mehr.
00:05:09: Aber es ist natürlich immer noch sein Baby und er redet gerne mit, gibt gerne Kommentare ab!
00:05:16: Hätte ich das gewusst, hätte ich durchaus auch eine lange Karriere erst mal woanders starten können und dann ins Familienunternehmen einzusteigen.
00:05:22: Aber das waren wir damals natürlich gar nicht klar.
00:05:23: Für
00:05:23: diejenige, die den Namen Kruse oder Henry Kruse noch nie gehört haben und die offensichtlich nie auf der A-Sieben fahren weil da fährt man quasi in der Münster Nord einem großen Gebäude vorbei, wo Henry Krus steht neben einem deutlich kleineren EDK Logo, erzähl nach was ihr genau macht!
00:05:38: Ja, also wir sind ein Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen sage ich immer gerne oder Großhandelsunternehmen ist ja auch richtig.
00:05:44: Also wir versorgen Gewerbetreibende also BtoB Kunden mit ja wir sagen mal gerne C Artikeln also mit unwichtigen Artikelen also außer vielleicht in der Gebäudereinigung in der Dienstleistung das wichtige Artikel wenn dort die Reinigungsutensilien fehlen dann können sie nicht arbeiten.
00:06:00: aber wir haben wir beschreiben wir gerne vier Hauptbranchen indem wir unterwegs sind dass es eben einmal die größte Branche ist das Gesundheitswesen Krankenhäuser, Altenpflegeheime bis hin zur Arztpraxen.
00:06:11: Dann ist der gesamte Bereich Industrie-Verkehrswesen.
00:06:14: also einer unserer großen Kunden ist die Deutsche Bahn.
00:06:16: Also wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist dort in den Waschraum geht Handtuchpapier Toilettenpapiere das ist dann von uns zum Beispiel.
00:06:23: Dann natürlich die Gebäude rang ja Dienstleister also Piepenbrock gegen Bauer Spiegelblank hier in Kiel zum Beispiel auf Lukanta.
00:06:32: Da gibt es wenig Kunden in Deutschland, die nicht mindestens ein Teil ihres Bedarfs über uns decken.
00:06:37: Last but not least ist dann halt die Gastronomie und Hotelbranche.
00:06:42: Also Hotelketten von dem Einzelnen im Haus was es kaum noch gibt heutzutage bis zu großen Hotelgruppen wie AQUA.
00:06:50: Und da natürlich auch einzelne Restaurants bisschen zu großen Restaurations- und Cateringketten.
00:06:57: das sind so unter Hauptkundengruppen.
00:06:59: Das hat den OPA gegründet?
00:07:01: Mein Opa hat das damals gegründet, also unter einem anderen Gesichtspunkt.
00:07:05: Er hatte damals eine eigene Bonarachs-Fabrik.
00:07:07: Also ist ja eher ein großer Topf gewesen und hat mit eigenem Fahrrad ausgefahren.
00:07:12: Und dann ging er recht bald her...
00:07:13: Bonaracks gibt es noch?
00:07:14: Ja, Bonarax
00:07:14: hat er damals selber hergestellt.
00:07:17: Dann fiel einer der ersten Brandbomben auf seine Kila Seife Fabrik und nach Liebkrieg ist da wieder neu angefangen aber hat eben nicht mehr Produktion gemacht sondern hat durch einen Zufall Ein Vertreter von Henkel damals kennengelernt, also diese Wäschereien waren früher damals noch ein großes Geschäft.
00:07:34: Und er hat dann hier die Handelsvertretung in Norddeutschland für Henkel bekommen und hat angefangen diese Kunden aus dem Wäschebereich zu bedienen.
00:07:42: Und später sind meine Eltern in den Sechzigerjahren eingestiegen ins Unternehmen.
00:07:48: Das war ja auch die Wachstumsphase.
00:07:53: Ja und da haben meine Eltern natürlich einen großen Teil zu beigetragen, dass die Firma eben heute nicht nur Henry Kruse ist.
00:07:59: Sondern heute ist es ja die GVSE um CookerG, das ist aber auch noch mal eine extra Geschichte für sich wie die entstanden ist.
00:08:05: Das
00:08:05: sehen wir aber auch gleich noch.
00:08:06: Das ist so richtig für die Fragen!
00:08:07: Ja und dort haben wir auch oder wenn ich mir sage, als Familie war dann natürlich noch nicht dabei... Auch viele Akquisitionen betrieben.
00:08:16: Zuletzt waren wir in einer Verbundgruppe aktiv, die letzten zwanzig Jahre bis zu iGVSE und Kokage geworden sind.
00:08:25: als Familienunternehmen Kruse mit Standorten in Schleswig-Holstein also Henry Kruse hier in Nordmünster auf Sylt haben wir noch einen Standort am Flughafenentinnung Und in Lübeck oder Stockelstorf, also vor Ort von Lübäck.
00:08:39: Dann die Firma Hildebrand & Barge auch ein alteingesessenes West-Berliner Unternehmen muss man sagen wo der ehemalige Inhaber sehr früh verstorben ist Anfang der achtziger Jahre an wie die Möglichkeit bekommen wird weil das auch ein Kollege im Gefa Kreis war.
00:08:53: zur EGFA können wir gleich nochmal bisschen mehr ausführen.
00:08:57: Er ist zu früh verstorben und er hatte drei Töchter die aber keine... Also ich erzähle jetzt ja kurz weil es sonst so lang wird.
00:09:02: Kein Interesse hatten an der Übernahme und dann haben meine Eltern das übernommen.
00:09:06: Das war schon ein großer Schluck aus der Pulle damals, weil das Unternehmen Hildeborn & Barsch in Berlin genauso groß war wie Henry Kruse zu dem Zeitpunkt.
00:09:13: Aber das war eigentlich der Start einer wachstums- und Erfolgsgeschichte, weil kurz danach ging ja auch die Grenzen auf.
00:09:19: Dann haben wir die IG Verwostock also Mecklenburg-Vorpommern mitgegründet und auch im zweiten Berliner Betrieb, weil wir festgestellt haben, naja, Hildeburn & Barch als altes Westberliner Unternehmen hatte fast eine Monopolstellung beim Westbilienunternehmen kaufen.
00:09:33: Da haben wir quasi eigentlich, wenn man so will die Mauer noch eine Weile aufrechterhalten.
00:09:37: in dem wir einen ostdeutschen Betrieb gegründet haben aber das später miteinander verschmolzen sind dann Anfang der neunzig auch nach Polen gegangen.
00:09:44: Wir sind ja auch landesweit mit drei Standorten in Krakow, Breslau und Warschau auf marktführend in Polen mit Henry Große-Polskar aktiv Gabs auch noch durch Übernahmen und auch Akquisitionen von Wettbewerbern hatten wir noch einen Standort in Freiburg, die Firma Marke & Freiburk.
00:10:02: Und die IGFA Köln.
00:10:03: also auf der Landkarte haben wir so ein bisschen mit einem Flickenteppich aber das größte Unternehmen der IGFA.
00:10:10: Der Name IGFA steht für Interessengemeinschaft der Fachgroßhändler.
00:10:14: Wir sind jetzt gerade dabei, diese Fünfzigjährige Jubiläum zu feiern eigentlich ein Jahr zu spät weil die neue IGFA Anführungsstrichen des Neunzehn-Siebzig gegründet worden Und das war eine Idee von verschiedenen Unternehmen, wo mein Vater damals der Kleinste war gesagt haben.
00:10:30: Wir wollen zusammen einkaufen weil wir dann bessere Preise bekommen und so... Also
00:10:35: alle Unternehmen gehen zu dem gleichen Einkoffer von Henkel?
00:10:37: Genau.
00:10:38: Und dann das Topapier oder was?
00:10:41: Oder Henkel-Persil
00:10:42: zum Beispiel damals.
00:10:43: Persil!
00:10:43: Heute sind das natürlich Profiprodukte die auch anders dosiert werden.
00:10:46: Das ist schon ein Unterschied.
00:10:48: Hausarztprodukte und Profi Produkte.
00:10:50: aber da eben nicht jetzt eben zu sagen ich kaufe jetzt einmal im Monat einen Lkw, sondern wir zusammen kaufen jetzt mal fünfzig Lkws.
00:10:57: Was kriegen wir denn dafür in Preis?
00:10:58: So das war der Anfang.
00:11:00: Später ist es dann aber auch zu einer Vertriebs- und Marketinggemeinschaft geworden.
00:11:04: also wir haben auch schon über viele Jahre vorher gemeinsam Kunden bedient.
00:11:10: Also ich mache das gerne mal an dem Beispiel der Deutschen Bahn klar.
00:11:15: Die Firmen in den Regionen heißen alle unterschiedlich.
00:11:18: Hier ist es Henry Kruse, in Hamburg ist die Firma Ilkers, dann die Firma Marco & Freiburg.
00:11:24: So haben die Firmen alle unterschiedlichen Namen, obwohl sie eigentlich unter dem Dach der IGFA zusammengehörig sind.
00:11:31: Erstmal nur als Gemeinschaft – das waren trotzdem alles selbstständige Familienunternehmen dahinter und die Deutsche Bahn kennt aber nur die IGFA.
00:11:42: wie gesagt ich kauf bei der IGFA Ich habe da einen Ansprechpartner, da kriege ich eine Rechnung und krieg zehn Tausend Lieferungen an zigtause verschiedene Lieferstellen Und dann nehme ich aber mal zum Beispiel das Kaiser in Stranden, kleiner Restaurationsbetrieb.
00:11:54: Lohnt sich übrigens sein zu gehen.
00:11:55: nebenbei der... Das
00:11:58: stimmt muss ich auch sagen!
00:12:00: Der würde sagen, IG-Fanie gehört dich kauf bei Henry Kruse.
00:12:03: Und deshalb ergibt es eben immer so diese beiden Perspektiven schon vorher auch, dass wir gesagt haben als bei großen nationalen und internationalen Kunden treten wir als IGF auf.
00:12:12: Aber in der Region als natürlich das regional verbundene Familienunternehmen.
00:12:16: Genau wenn ich hier, wenn mich Claudia nicht ganz enttäuscht hat stehen da jetzt zusammen heute bei der IGF eine Milliarde Umsatz, Teil integriert sind sozusagen in ihrem Business, aber als Marken da noch lokal aktiv sind.
00:12:35: Und ich mache jetzt der Kassenzone auch schon fast fünfzehn Jahre.
00:12:37: und klar wir hatten ganz viele Gäste aus dem BtoC-Umfeld einige Gäster aus den BTB umfällt aber auch in eurer Branche und sozusagen bis jetzt nicht die erste Ansprechpartner bei der IGF haben.
00:12:49: wenn ich jemand zu tun hatte kam mir immer schon der Gedanke auf warum bleiben die Kunden denn langfristig bei euch?
00:12:54: Also warum bestellt denn das Kaisersets zum Beispiel nicht direkt bei Amazon.
00:12:59: Also, habt ihr so eine Einkaufsmach?
00:13:00: Ist das am Ende irgendwie die Distributionsthematik, wie für die Leute relevant ist?
00:13:05: Es ist dann einfach so eine starke Kundenbindung, die das an euch bindet weil das ganze Großhandelsgeschäft jetzt stellt ja nichts sehr.
00:13:13: Ihr stellt quasi eine Art Bündelungsdienstleistung habt ihr ja aus einer finanziellen Sicht und auch aus einer logistischen Sicht.
00:13:22: Die war in den letzten zehn, fünfzehn Jahren durch Das Thema E-Commerce massiv in der Bedrohung.
00:13:29: Wie guckst du da drauf?
00:13:32: Eigentlich ist das relativ einfach zu beantworten, also wir haben ja im Regelfall relativ unwichtige Produkte aber ausgesprochen viele unterschiedliche Produkte und das ist ja auch so ein bisschen wie man zu Hause weiß was die Butter kostet.
00:13:48: wenn man jetzt selber einkaufen geht das weiß man vielleicht noch.
00:13:50: aber wenn es dann halt um viele Nebenrandprodukte Da hat man nicht mehr so den Überblick und da ist der Gedanke immer gewesen, diese Produkte zu bündeln.
00:13:58: Also unsere Kunden haben ein großes Interesse daran wenn wir sagen C-Artikel nehmen sie zum Beispiel im Krankenhaus das ist ja auch ein eigener großer Haushalt.
00:14:07: Da sind wir auf der Liste der Lieferanten immer relativ weit unten Aber meistens der Lieferanten mit den meisten verschiedenen Produkten.
00:14:15: Und wir werden da auch immer wieder neu angefragt, könnt ihr das noch liefern?
00:14:18: Könnt Ihr das noch mit übernehmen?
00:14:19: Weil dann kriege ich eine Lieferung, eine Rechnung und eine Abbuchung.
00:14:23: Ich habe einen einfacheren sauberen Prozess als dass ich mich jetzt mühselig mit unterschiedlichsten Lieferanden bemühen muss.
00:14:30: Also ein gutes Beispiel ist auch das der Gebäuderein hier also gerade Piepenbrock Gegenbauers ja zwei sehr große Familienunternehmen die Dienstleistungen in Deutschland anbieten.
00:14:38: Die hatten früher mal einen eigenen Die haben sich selbst versorgt.
00:14:43: Sie haben eigenes Lager gehabt, haben selber bei den Herstellern gekauft ... Aber das war natürlich nicht deren Kernkompetenz.
00:14:51: Deren Kernkompatenz ist zu reinigen und unsere Kompetenz ist eben die Versorgung von Kunden- und Logistikdienstleistungen zu erbringen.
00:14:58: Und wir haben dann, das ist aber auch inzwischen, glaube ich, zwanzig, fünfundzwanzig Jahre her mit denen auch eine Vereinbarung getroffen.
00:15:03: Pass auf!
00:15:03: Wir übernehmen das alles für euch und ihr spart pro Jahr mindestens eine Million D-Mark ein.
00:15:09: Und Herr Wiedburger, das auch eine Zeit lang später auch vorsichtig bestätigt und er sagt, es war deutlich mehr als ein Million, was wir eingespart haben.
00:15:18: Weil die natürlich mit... Also es gibt ja auch Abnahmeverpflichtungen.
00:15:21: wie wenn man mit Lieferanten hat, wenn man volle Züge nimmt kriegt man natürlich einen anderen Preis.
00:15:26: also wenn ich jetzt irgendwie Teilpaletten kaufe usw.
00:15:28: Wir mit unseren Standorten die zigtausende Kunden versorgen Kaufen natürlich im Regelfall immer volle Züge ein, haben entsprechende
00:15:37: Abnahmeverpflichtungen.
00:15:37: Komplett gepackte Lkw, der bei Henkel irgendwie losfährt, dass quasi eine komplette Ladung Henkelproduktorin per Siel oder die Profisachen und die Lade dir baue ich dann um.
00:15:46: Und wenn er nur halb so voll wäre, wäre jetzt dann deutlich peurer.
00:15:49: Dann wird es eben teurer, da hat man halt bestimmte Rabatt... Also ist es glaube ich nicht so das wir preislich günstiger werden als Amazon.
00:15:57: Und wenn du dir sagst, gerade das Beispiel E-Commerce Amazon, dass ist inzwischen über zehn Jahre her da sind Mitarbeiter von Amazon über unsere Standardmesse gelaufen.
00:16:05: es gibt halt alle zwei jahre die CMS in Berlin oder die Intercline Amsterdam und beim Wechsel das sind so die Kernmessen, die es an unserer Branche gibt.
00:16:15: Da sind sie tatsächlich von Handelsunternehmen zu Handelunternehmen gelaufen um eben zu erreichen Aufträge an dieser Handelsunternehmen weitergeben können die denn quasi diese ganzen Einzelaufträge, die ja von Kunden kommen.
00:16:29: Und das sind ja.
00:16:30: im Durchschnitt haben wir zwanzig Positionen auf der Rechnung verschiedenste Position groß und klein Die dann zusammenkommissioniert werden um daraus eine Lieferung zu machen.
00:16:39: und Amazon hat Ja auch dass ähnliche Gedanken.
00:16:42: gut Wir wollen vollständig einkaufen und Dann halt beliefern.
00:16:46: Aber diese Detaillieferung, die wollten sie nicht übernehmen und das hat das Amazon nach wie vor.
00:16:51: Man muss natürlich immer aufpassen dass es auch so bleibt aber in dem BtoB-Markt Nachrang oder hat keine so große Bedeutung.
00:16:59: Natürlich werden Kunden wie das Kaiser oder auch andere mal bei Amazon bestellen.
00:17:03: was ist eben auch eine logistische Dienstleistung kommt irgendwann halt der Paketdienst.
00:17:07: wir haben vierhundert eigene Fahrzeuge weil ich nehme das Beispiel mal gegen Bauern Berlin die die Sparkassen dort reinigen Die sagen wir sind zwischen sechs und acht Uhr morgens da, dann muss die Ware kommen.
00:17:18: Und das machen wir mit einem eigenen Vorpark weil solche Dienstleistungen kann man jetzt nicht von DPD oder anderen erwarten auch wenn wir natürlich inzwischen für Kunden die diesen Service nicht benötigen natürlich auch Paketservice nutzen.
00:17:30: jugischerweise.
00:17:31: Okay, bleiben wir mal gekommen auf das Thema sozusagen Sportmanagement und Investitionen.
00:17:35: Auf jeden Fall noch zu sprechen.
00:17:36: aber ich möchte das noch ein bisschen besser verstehen weil wir haben jetzt insgesamt BtoC.
00:17:40: E-Commerce ist jetzt die komplette Wertschöpfungskette den letzten Jahren.
00:17:42: oder Druckeraten Kunden bestellen mittlerweile direkt beim Hersteller in China also Factory to Consumer ist ein größeres Thema geworden.
00:17:49: Also klassische Bto C Herstellers sind massiv unter Druck.
00:17:52: Die chinesischen Herstellern verdienen auch wenig Geld, weil die untereinander natürlich in den Preiswettbewerbs sind.
00:17:57: nur die Plattform am Ende.
00:17:59: Temu, Aliexpress sozusagen holt sich noch so ein bisschen Marge.
00:18:04: Das ist ja euer Business schon preissensitiv.
00:18:08: Er könnte jetzt nicht deutlich teurer sein als bei Amazon aber er müsste fair bleiben.
00:18:12: Die Logistik-Dienstleistung ist irgendwie wichtiger.
00:18:15: Kommt das auch unter Drucks?
00:18:16: oder sagen Sie Hersteller Das ist ja cool, dann machen wir lieber ein bisschen mehr professionelles Waschmittel.
00:18:21: Aber diese kleinen Waschmitteldosen und wer weiß, wer den noch mal als Wettbewerb kommt, das bringt da gar nicht so viel.
00:18:29: Natürlich ist es viel transparenter geworden durchs Internet, durch die Technik
00:18:34: usw.,
00:18:34: dass es viel transparenter geworden wird.
00:18:37: Es gibt auch Beispiele wo wir einfach auf Marktanteile verloren haben, nehmen wir mal das Wäscherei-Geschäft wo letztlich große Mengen von allein Waschmitteln direkt an die Waschstraße geliefert werden.
00:18:49: Da haben wir als IGV keine Bedeutung mehr, das liefern die Hersteller direkt weil da geht es um drei verschiedene Produkte, die Lkw-weise dann zu den Kunden geliefert werden.
00:18:59: Heute ist der Anteil vom Wäscherein und chemische Reinigung in unserem Umsatz glaube ich, Null Komma fünf Prozent oder so.
00:19:03: Also früher waren das zehn, fünfzehn Prozent.
00:19:07: Das hat sich dramatisch reduziert.
00:19:09: Dafür hat es eben mehr geworden bei Kunden, die diese Dienstleistung benötigen.
00:19:14: Das sind halt eben die genannten Kundengruppen wie die Hotellerie, die Gastronomie, die Krankenhäuser, die halt ganz sehr viele verschiedene Produkte benötigend und sie wollen ja auch eine immer wiederkehrende gleiche Qualität haben.
00:19:26: Und dort arbeiten wir dann in erster Linie mit führenden Herstellern zusammen.
00:19:31: Wir haben auch Eigenmarken also die wir nicht selbst produzieren das hast du richtig gesagt.
00:19:34: aber wo wir halt die Rezepte vorgeben oder sagen dass Produkt soll so sein wie das Und dann eben mit teilweise Markenhersteller, aber auch zum Teil mit Herstellern die sich auf solche Aktivitäten konzentrieren.
00:19:48: Vereinbarung treffen das sie uns in unseren Eigenmarken Clean and Clever z.B.
00:19:52: denn herstellen oder Colibri in Kontinenzversorgungsprodukte z. B. ist eine spannende Marke.
00:19:57: Du bist jetzt hier auf dem Waderkant Festival und auf einer Messe bei dem das Thema Digitalisierung seit der Gründung des Waderkanntfestivals so ganz im Zentrum stand.
00:20:04: Das wird jetzt ein Stückchen abgelöst Richtung sozusagen AI.
00:20:08: Wenn ich mir jetzt dein Business so anhöre, spielt das irgendeine große Rolle?
00:20:11: Also das hast du riesige IT-Projekte, wo du irgendwie versuchst den Orderprozess zu digitalisieren.
00:20:17: Oder geht es tatsächlich eher um klassische Sachen, wo man sagt okay wir müssen irgendwie Flotte im Griff haben und die Standorte effizient aufbauen, dass der viel größere Hebel.
00:20:24: Weil in B to C Ecommerce waren's ja vor allem Digital Investments also online Marketing sozusagen.
00:20:29: Produktdetailseiten wie positioniere ich mich mal Google, wo ein Großteil Wertschöpfung letzten Jahr anstatt gefunden hat.
00:20:36: Jetzt auch nicht mehr, aber es ist ein anderer Podcast.
00:20:38: also wie ist das bei dir?
00:20:39: Welche Rolle spielt das wenn du hier einen Vortrag zum Thema AI im Handel hörst?
00:20:44: Ja natürlich spielt das eine große Rolle.
00:20:46: Also ich glaube bei uns eher noch in den Prozessen.
00:20:49: Wie können wir die Prozesseffizite machen?
00:20:51: Wir haben heute eine sehr hohe digitale Bestellquote.
00:20:56: Ich glaube, inzwischen fast zwei Drittel der Bestellungen sind digital.
00:20:59: Das heißt im Regelfall haben wir mit Größenunternehmen direkt Anbindung an deren Warnwirtschaftssysteme also wo die in ihrem System eine Bestellung auslösen, die dann bei uns verarbeitet wird und auch sichergestellt ist dass auch die richtigen Artikelnummern, also bei den vielfältigen Artikelen auch die Größe... Also ist das jetzt ein Sack?
00:21:20: Ist es eine Tasche oder in welcher Größenordnung wird bestellt?
00:21:25: je händischer das gemacht wird, desto fehleranfälliger es ist.
00:21:28: Und deshalb haben wir natürlich ein großes Interesse daran, das so digital wie möglich zu machen.
00:21:32: Wir haben auch ein eigenes Bestellsystem für Kunden die jetzt in dieser Größenordnung keine eigene Warnwirtschaftssysteme oder für Bestellungen nutzen und dass wir denen das zur Verfügung stellen.
00:21:41: Das sind wichtige Dinge, die wir machen.
00:21:45: Zugleich ist aber der Hebel mindestens vielleicht sogar noch größer als die Standort-Frage.
00:21:49: Also du sagst, es sind thirty-fünf Standorte davon.
00:21:52: Ich glaube ich, in Deutschland haben wir in Österreich und Niederlanden und Polnianer Standorte.
00:21:59: Aber gerade die meisten sind in Deutschland weil wir aus der ursprünglichen Konstellation herauskommen dass wir sechs Familienunternehmen in Deutschland waren.
00:22:09: dann haben wir ja fusioniert.
00:22:10: Wir sind heute ein Unternehmen.
00:22:11: vielleicht sollte man da auch noch mal eine Minute darauf verwenden wie es dazu gekommen ist Weil das wirklich eine sehr besondere Geschichte ist jetzt mehr Familienunternehmens zu sein.
00:22:19: Aber aus dieser Historie kommen wir ja mit Standorten, die jeweils die sechs Familienunternehmen für sich mal entschieden haben.
00:22:25: Und jetzt könnte man natürlich hingehen und sagen, brauchen wir eigentlich achtundzwanzig in Deutschland reichenden nicht vielleicht auch zwanzig oder fünfzehn?
00:22:32: Das sind natürlich Diskussionen, die wir haben mit all diesen Folgen, die man natürlich beachten muss.
00:22:37: Was bedeutet das für die Mitarbeitenden in der Region?
00:22:40: Wir sind bleiben an Familienunternehmens was auch um die eigenen Mitarbeitern sehr kümmert, wo wir auch immer wieder feststellen dass eine gewisse Betriebszurigkeit hilfreich ist weil unsere Prozesse halt auch wieder besonders sind.
00:22:54: Das wird jedes Unternehmen von sich behaupten.
00:22:56: aber ich stelle mal wieder fest bei uns ist es wirklich so das man einfach dort eine gewissen Erfahrung braucht um diese Prozessen zu beherrschen die Kundenbeziehung aufzubauen und alles was dazu gehört.
00:23:06: Aber das sind glaube ich größere Hebel noch Als jetzt genauso natürlich auch wie das Kommissionieren.
00:23:12: Also es gibt ja kommissionäre Roboter, mit denen wir uns beschäftigen oder eben die Lkw Flotte inwieweit... Wann können wir endlich mal auf andere nicht Verbrennungsmotoren umsteigen?
00:23:24: Das sind natürlich auch Fragen der Nachhaltigkeit, mit dem wir uns beschäftigen.
00:23:27: Es gibt viele Baustellen.
00:23:29: Dann kommen wir zurück zu deiner Aussage.
00:23:31: Ihr seid jetzt aus einem Familienunternehmen ein Mehrfamilienunternehmen geworden.
00:23:36: Was heißt das?
00:23:36: Also selbstrechtlich wird Fünf GmbHs und eine Gmbh, aber da sind jetzt quasi noch ganz viele Große sitzen am Tisch.
00:23:44: Also wie funktioniert das?
00:23:46: Ja, das war ein spannender Prozess.
00:23:48: also wir hatten früher in unserer Verbundgruppe halt immer einen Entsprecher der Gesellschaft da, also das war ich ab zwei tausend acht Und ich habe immer wieder mal festgestellt weil ich mich dann natürlich um die Belange der gesamten Gruppe gekümmert habe dass es viele Prozesse gibt, die wir viel effizienter machen könnten wenn wir sie gemeinsam machen würden.
00:24:05: Also nehmen wir mal gerade so das Thema eShop.
00:24:07: als es damals aufkam da hat jeder der Gesellschaft gesagt ja eShopt finden wir wichtig und richtig sollten wir machen.
00:24:13: dann kam halt immer der Nachsatz aber wenn in meiner Region ein Kunde was bestellt dann muss das über mein Lager laufen.
00:24:19: man kann sich vorstellen was passiert?
00:24:21: nämlich gar nichts.
00:24:22: oder wir haben eine Vollversorgungskonzept für Krankenhäuser entwickelt Wo der Kunde nie bestellen muss, sondern er hat all die definierten Produkten immer da.
00:24:34: Im Krankenhaus heißt das nicht an einem Standort, sondern teilweise dass ein oder selbe Produkt an hundertfünfzig verschiedenen Plätzen und das hatte zum Beispiel auch zur Folge ein solches Konzept anders kalkulieren muss als unser klassisches Handelsgeschäft, wo sehr viel mehr Logistik-Aufschläge und solche Dinge kalkuliert werden mussten oder müssen nach wie vor.
00:24:53: Und dort hatten wir dann einen Geschäftsführer der immer die Tippeltapel Tour von Gesellschaften zu Gesellschaftern machen musste um zu erklären, wie er das kalkulierte.
00:25:01: aber weil das Krankenhausgeschäft natürlich ein nationales Geschäft ist haben wir viele Aufträge bekommen, wo jetzt mehrere Betriebe betroffen waren und das hat häufig nicht funktioniert.
00:25:12: Und dann sind wir in einem... Wir haben das tatsächlich mal, das war im Jahr zwei Tausend Achtzehn.
00:25:16: Da erinnere ich mich immer noch daran, einmal in einen moderierten Workshop sind wir gegangen wo ein externer Moderator uns geholfen hat also die Vor- und Nachteile mal miteinander zu diskutieren.
00:25:27: welche Vorteile hätte eine Fusion?
00:25:28: Welche Nachteil hätte sie?
00:25:30: Am Ende des Tages haben wir denn gewotet und dann ging es halt zwei zu vier aus.
00:25:33: Also ich war dafür und mein Kollege aus Frankfurt und die anderen vier waren dagegen aus unterschiedlich zum Teil auch nachvollziehbaren Gründen.
00:25:41: Und einige Wochen später kamen denn... Also eine
00:25:43: klassische Fusion wollten die jetzt nicht.
00:25:45: Genau, also wir haben auch vorher Betriebsvergleiche gemacht und man fusiniert.
00:25:50: ja, wenn man zusammengeht bewertet man ja Unternehmen und da war natürlich auch dem ein oder anderen bewusst okay dann bin ich mit vier Prozent dabei.
00:25:58: Jetzt bin ich hundert Prozent.
00:25:59: Alleingesellschafter ist irgendwie nicht so der Benefit für mich.
00:26:02: es ist ja auch nachvollziehbar.
00:26:05: Da kam aber die Geschäftsführung des zweitgrößten Unternehmens, die auch gegen mit Nein gestimmt haben.
00:26:09: Ein paar Wochen zu uns zu Besuch und sagt in dem Zusammenhang dann irgendwann wenn wir heute nochmal abstimmen würden wird das drei zu Drei ausgehen?
00:26:16: Und dann haben wir die Diskussion wieder aufgenommen weil wir die drei größte ja deutlich bei zwei Drittel des Umsatzes lagen.
00:26:23: gesagt werden wir dreifusionieren Und dass den anderen Kollegen mitteilen, kriegen wir dann einen Zugzwang rein.
00:26:29: Dann haben wir das auch gemacht – da kann ich mich an so eine legendäre Inhabertagung in Frankfurt erinnern.
00:26:33: Das war gerade zu Beginn der Corona-Krise, wo wir das mitgeteilt haben.
00:26:37: Da stellte sich sehr schnell raus, dass die zwei Kleinsten eben aus genannten Gründen gesagt haben, wir sind nicht dabei
00:26:43: und ... Und beginnt der Krise?
00:26:45: Toilettenpapiermangel?
00:26:46: Ich möchte da rein erinneren, das war ja euer Kerngeschäft!
00:26:48: Auch das?
00:26:49: Bum-Bum-Phase
00:26:49: für IG-Fahrern
00:26:50: Ja einerseits... So und so.
00:26:53: also Gastronomie-Hotellergeschäft ging natürlich den Bach runter.
00:26:57: Auf der anderen Seite zum Glück sind wir sehr stark ja auch in dem Gesundheitswesen verankert und da haben wir natürlich auch... Das war eine schwierige Phase, weil wir auch Desinfektionsmittel eigentlich zuteilen mussten.
00:27:07: Wir haben uns dann entschieden nur Krankenhäuser, alte Pflegeheime die Feuerwehr und so zu bedienen und nicht also es haben alle danach geschrien Und da mussten wir wirklich zuteilen, das war schon eine sehr spezielle Konstellation.
00:27:22: Aber dann haben wir diese Informationen geteilt und da hat sich das viertgrößte Unternehmen, die haben das getan was sie immer getan haben.
00:27:31: Sie haben gesagt, wir müssen es erst mal diskutieren.
00:27:35: Einige Monate später habe ich mich mit einem Bruder getroffen, am Hamburger Flughafen.
00:27:39: Da hat er gesagt wir wollen unser Nehmen eigentlich verkaufen und wer ist der beste Käufer?
00:27:44: natürlich?
00:27:44: Die neu entstehende EG-Fahr!
00:27:46: Und so gab es dann eben... Deshalb sage ich, das war eine besondere Phase.
00:27:51: Wo wir drei Dinge gleichzeitig machen mussten und uns nämlich einerseits unter den Gesellschaft dann einigen um die Anteiligkeiten und alle anderen Dinge sind ja auch Machtfragen.
00:27:59: also am Anfang muss hätte das Unternehmen hundertfünfzig Prozent haben müssen damit jeder auf seinen Anteil kommt, den er für sein Unternehmen verrichtigt.
00:28:05: hier zweite Baustelle war eben mit dem zu akquirieren Unternehmen preis aushandeln und den ganzen due diligence Prozess zu machen.
00:28:13: Dem vierten Fasen.
00:28:14: Also
00:28:15: dieses viertgrößte Unternehmen die Firma Arndt aus Bayern.
00:28:18: Und dann gab es die beiden Ausscheidenen, mit denen wir aber auch gemeinsame Gesellschaften schon vorher hatten.
00:28:24: Ja gesagt haben ja was kriegen wir dafür wenn wir rausgehen?
00:28:26: weil wir wollen eigentlich nichts ändern?
00:28:28: und diesen Prozess den haben wir über eineinhalb Jahre während der Corona-Krise über hunderte von Videokonferenzen begleitet.
00:28:35: das ist auch ein paar mal fast gescheitert.
00:28:37: zu Glück hat es nachher geklappt und da war in diesem punkt war corona echt hilfreich.
00:28:43: dadurch dass es keine sommerfeste weihnachtsfeiern irgendwelche zusammenkünfte gab gab's auch keine gerüchteküche sonst hätte ja schnell aufkommen können.
00:28:51: da passiert was wir werden verkauft irgendwie sowas als wir dann eine große videokonferenz gemacht haben weil das für die allermeisten mitarbeitende völlig Überraschende, aber für die Allermeister auch eine sehr positive Botschaft.
00:29:03: Weil ja viele mitbekommen... Also den Mitarbeitenden oder auch die Lieferantenkunden haben wir mal gefragt, warum macht er eigentlich da nicht eine Bude daraus?
00:29:10: Nur die Gesellschaft der selbst, die haben das nicht so gesehen.
00:29:14: Und jetzt ist quasi ein mehr Familienunternehmen weil in dieser neuen GVSE diese drei Verbleibenden quasi Unternehmen oder drei verbleibend Familien alle noch entsprechende Stimmreste haben.
00:29:26: Ja also natürlich Ist das jetzt nach Anteiligkeiten aufgeregt?
00:29:30: Ich bin der größte Gesellschafter.
00:29:33: Es sind aber eben die drei Firmen haben fusioniert, wir haben das über die Führung, über einen Beirat und Aufsichtsrat geregelt also aus jeder Firmengruppe, die fusioniert sind, es sind zwei Vertreter dabei.
00:29:43: ich habe zuerst den Vorsitz übernommen und hab den Hartmann-Wickelmann aus Kiel dann als zweiten Beiratskollegen von der Kruse Seite gehabt anderen beiden Firmen auch zwei Vertreter, sodass es sechs Beirats mit ihr gab die dann diese Führungsrolle übernommen
00:29:59: haben.
00:29:59: Krass!
00:30:00: Also fast noch beeindruckend da quasi jetzt das Geschäftsmehl selber das überhaupt zu wuppen.
00:30:04: Das war eine Verkettung
00:30:05: wirklich glücklicher Umstände, das muss man sagen weil ja alle Unternehmen letztlich ihre Unternehmen zu einem höheren Zweck verkauft haben.
00:30:11: Das kann man nicht über bewerten.
00:30:13: Wir haben auch kurz vorher gesprochen dass wir gerade kommuniziert haben dass wir die Firma Zech übernomen haben aus Bayern.
00:30:19: Ja,
00:30:19: das habt ihr diese Woche kommuniziert?
00:30:21: Das haben
00:30:21: wir jetzt vor wenigen Tagen kommen kommuniziert und das ist ein Unternehmen, was in einer wettbewerbenden Gruppe ist.
00:30:27: Die GVS ist ähnlich strukturiert wie die IGFA es früher war nur etwas kleiner und deshalb sage ich heute wenn wir morgens aufwachen wissen wir jede Niederlastung gehört noch zu IGFA weil wenn man die wenn wir niederlastungen verkaufen würden würde ich das wahrscheinlich wissen.
00:30:43: aber wenn jetzt einen Mitglied aus einer Gruppe diese alle selbstständig sind verkauft wird oder aufgibt Die GVS hat jetzt ein Problem, wieder die bayerische Region abzudecken.
00:30:55: Deshalb ist das ein Riesenschwett gewesen, den man gar nicht überschätzen kann für die Zukunftssicherheit dieses
00:31:00: Unternehmens.".
00:31:00: Ich
00:31:01: habe hier noch zwei Fragen zum Deinem Geschäftsmodell bei IGV oder deinem ehemaligen Geschäfts-Modell.
00:31:06: Da müssen wir natürlich zu seinen Investments und dann zum THW kommen.
00:31:10: Das hast du aufhin schon gesagt, ihr habt sehr spezielle Anforderungen an die Mitarbeiter.
00:31:13: Es gibt also entsprechend eine Lernkurve für das Thema Pickpack.
00:31:15: Man kann nicht sofort alles mit Robottern machen.
00:31:18: es gibt auch Ausmiensttätigkeiten, die sich nicht so leicht ersetzen lassen.
00:31:23: Bei uns in der Brauge wurde in den letzten zwei Jahren ganz viel über das Thema Fachkräftemangel Gesprächen insbesondere und ich habe jetzt ja viele, du hast jetzt sehr viele Branchen angesprochen im sozusagen auch im Niedriglohn-Sektor.
00:31:35: Das Erreinigung ist ja so ein Thema wo man sich alle gefragt haben okay kriegt man dafür eigentlich noch Leute?
00:31:39: wer will denn hier noch für dreizehn Euro die Stunde um sechs Uhr aufstehen oder um fünf Uhr aufstellen in einem Gebäude zu reinigen?
00:31:46: wie also?
00:31:47: ihr seid davon direkt betroffen wenn natürlich auch Logistikfunktionen habt die natürlich auch nicht super bezahlt sind aber indirekt weil ja eure Kunden davon krass betroffen sind.
00:31:55: Wie guckst du da drauf?
00:31:56: Ja, also glücklicherweise nehmen wir mal den Logistikbereich, gerade Fuhrpark.
00:32:01: Wir können immer damit werben dass der Lkw-Fahrer die Fahrerin abends wieder zu Hause ist weil sie haben eher quasi zwanzig stationen die sie anfahren an einem Tag und sind dann abend wieder zuhause im Gegensatz zu einem Spediteur das teilweise ja Wochenenden auf Parkplätzen verbringen muss usw.. Aber natürlich ist auch das Thema Fachkräftemangel für uns relevant.
00:32:22: Also, das ist schon etwas wo wir auch mal versuchen wie kann man Prozesse noch effizienter machen?
00:32:27: Ich glaube ein wichtiger Baustein ist auch Unternehmenskultur also dass man einfach auch feststellt Mensch in dem Laden macht das Spaß zu arbeiten, dass man auch merkt Wir sind jetzt kein Finanz getriebenes Unternehmen, was jetzt auf schnelle Gewinne guckt.
00:32:40: Sondern den langfristigen Erfolg!
00:32:41: Wir haben jetzt gerade gestern eine Veranstaltung in Nordminster gehabt wo wir halt einerseits fünfzig Jahre IG-Fahr auch mitgefeiert haben.
00:32:47: aber da wurden auch viele langjährige Kollegen geirrt.
00:32:50: die langjährigste gestern wurde nach achtunddreißig dienstjahren geirrt.
00:32:55: sie hat so viel veränderung mitgemacht aber auch mitgetrieben und auch angestoben und das sind natürlich so erfolgsgeschichten die sich rum erzählen lassen und da ist ja auch immer die Welt klein.
00:33:06: Da kennt man dann doch wieder einen, wir haben dann auch Prämien eingeführt dafür wenn jetzt jemand ein Kandidaten für eine ausgeschriebene Stelle findet
00:33:15: usw.,
00:33:16: also wir kriegen das zurzeit noch ganz gut in Griff.
00:33:18: aber das muss man im Auge behalten.
00:33:20: Da sind viele unserer Kunden gerade wenn ich so auf Gebäudereinigermessen bin dass es das ist.
00:33:25: Kern- und Hauptthema Fachkräftemal.
00:33:27: In den Kinos, die ich teilweise halte, versuche ich ja diese Geschäftsfunde oder deine Wertschöpfung.
00:33:31: Es hätte so ein bisschen mit dem abzugleichen was China gerade machte.
00:33:33: einer dieser Vorteile, die einen Timur in Schien haben Die Verlage in einem Teil der Logistik und Wertschüpfungen nach China wo sie mit deutlich niedrigeren Preisen Pakete packen wie dann hier reinkommen.
00:33:42: Ist das ein Thema für euch?
00:33:43: Also gibt es... Kannst da jemand in Asien geben er auf euer Geschäftsmittel guckt?
00:33:47: Da ist er grade beschrieben!
00:33:48: Es gibt eine historische Struktur.
00:33:49: Achtundzwanzig nehr braucht man vielleicht nicht mehr sagt sich Ein großes Lager Hannover musst du eigentlich reichen oder vielleicht irgendwie in drei großen Regionen.
00:33:57: Und dann kriege ich morgens um sechs, krieg ich schon jeden Betrieb von Strande bis nach Schwerin
00:34:02: versorgt.".
00:34:03: Kommt da irgendwie was?
00:34:04: Weil es ist ja schon so, dass das ein Stückchen unfairer Wettbewerb ist.
00:34:07: Wenn jemand in China für sechs Euro die Stunde einer Maschine Pakete irgendwie packt, die dann hierher geschickt werden und du musst ja zwölf, dreizehn ... Ich weiß nicht, ich weiß am Mindestlohn diskutiert wird, vierzehn, fünfzig.
00:34:19: Da musst du ja dann zahlen.
00:34:21: Seht ihr der Wettbetrieb aufkommen in diesen Bereich?
00:34:23: Also natürlich muss man das immer im Auge behalten.
00:34:26: aber es bleibt ja dabei wir liefern relativ unwichtige Artikel im professionellen Bereich.
00:34:30: also Privatier kauft bei uns, sondern der Einkaufsleiter in einem Unternehmen oder der Mitarbeiter des Einkaufsliders.
00:34:37: Der dafür sorgen muss, dass seine Liegenschaften mit Handtuchpapier-, Toilettenpapiereinigungsmittel, Desinfektionsmittel versorgt werden und das ist meistens ein Just-in-Time-Geschäft.
00:34:47: Deshalb gibt es ja auch Hygienepapiere oder so.
00:34:51: die werden ja... Ein großes skandinavisches Unternehmen, ein großes amerikanisches Unternehmen sind die jetzt sich etwa den halben Markt teilen.
00:35:01: Sind die Produktionsstätten aber doch immer relativ regional?
00:35:04: Weil das logistisch anders nicht darstellbar ist weil die Ketten einfach zu lange dauern auch zu teuer werden gerade für Handtuch und Toilettenpapier so was jetzt von China zu verschiffen Das macht wenig Sinn Und insofern muss man natürlich immer das im Auge behalten.
00:35:19: also ich habe auch immer gesagt wenn Amazon sich mal entscheiden sollte eine eigene Außendienstmannschaft, was sich Tausend Außendienstler in Deutschland einzustellen.
00:35:26: Dann wird das eine andere Bedrohung als wenn sie sagen wir machen nur... Wir haben nur dieser Artikel auch im Sortiment.
00:35:34: und also weil man eben auch dann die Suche bei Amazon immer wieder neu macht.
00:35:40: Wir unterstützen, und sie könnten sehr maßgeblich darin eben auch so Bestellkataloge sicherzustellen mit Budgets.
00:35:46: Häufig sind es ja viele Besteller bei Kunden die dann für ihre Liegenschaften bestellen wollen.
00:35:51: Da geht's ja auch um das Controlling.
00:35:53: Verbraucht ihr eine Sparkasse viel mehr als die andere?
00:35:56: Ist das Schwund oder gehen die da nicht gut mit um und so weiter.
00:35:59: Das sind ja alles Dinge, die für unsere Kunden sehr wichtig sind.
00:36:03: War das mal ein Thema in der Corona-Zeit?
00:36:04: Toilettenbadmirdiebsspal?
00:36:05: Ja.
00:36:06: Gab es ein paar Pialen von Sparkassen, wo er schwund war?
00:36:09: Das ist
00:36:09: komisch, ne!
00:36:11: In Frankreichs Rotwein vor uns ist halt Toilette.
00:36:14: Aber was du gesagt hast, interessant weil... Amazon hat sich ja in seinem Geschäft umgestellt, vor zehn Jahren hätte man die Diskussion geführt.
00:36:21: Hätte es diese Gefahr gegeben, dass die eine Mannschaft aufstellen?
00:36:23: Heute haben wir ihr Geschäftsmanager so stark auf dem Smart-Platz-Geschäft umgestellt wo sie gar keinen Warenrisiko mehr haben sondern wollen im Grunde mit der Ware nichts zu tun haben.
00:36:31: Mit dem Risiko können also auch nicht die Lieferverpflichtung einigen jeden Morgen um sechs in der gleichen Qualität das gleiche Produkt zu haben.
00:36:39: Gefahr von Amazon war nie so gering in den letzten zwanzig Jahren wie jetzt, wenn ich darüber nachdenke.
00:36:44: Das ist genau der Punkt weil unsere Kunden verlangen von uns eine hohe Versorgungssicherheit.
00:36:48: also gerade wenn ich an das Vollversorgungskonzept für Krankenhäuser denke dass es ein Anbahnungsprozess dauert im Regelfall zwei Jahre bis man den Kunden soweit hat dass er einverstanden ist weil er dann ja seine Versorgungssicherheit in unsere Hände gibt.
00:37:01: und wenn das nicht funktioniert Dann hat der Kunde wirklich ein Problem.
00:37:04: Da ist auch kein C-Artikel mehr, sondern wir stellen ihm sicher, dass er diese Produkte immer verfügbar hat und SOURCE sozusagen natürlich auch im Teil seiner eigenen Arbeit aus.
00:37:17: Und das sind so Dienstleistungen wo die sagen da muss man auch ein hohes Vertrauen.
00:37:21: Aufbauen, da muss man Menschen auf der anderen Seite haben.
00:37:24: Die man anrufen kann und weiß die übernehmen die Verantwortung diese ganze Sicherheit alles was dazu gehört.
00:37:30: Und dann kommen ja auch weitere Sicherheitsaspekte dazu.
00:37:32: es gibt wir auch Produkte mit denen man viel kaputt machen kann wo man Einweisung braucht und und
00:37:38: und.
00:37:38: Dann hast du dir gedacht das war alles viel zu einfach in den letzten zwanzig Jahren.
00:37:42: jetzt lachst du dir noch den Vorsitz von dem Sportverein an und kümmers dich darum die verschiedenen Interessen.
00:37:47: wie ist das gekommen?
00:37:48: Ja, dieser Fusionsprozess hat viel Kraft gekostet und ich mache das ja inzwischen seit fast dreißig Jahren.
00:37:59: Ich hatte mal vor über zehn Jahren schweren Schlaganfall wo ich den Verlauf wie damit mir umgegangen wurde sehr viel Glück gehabt habe.
00:38:09: und da denkt man natürlich dann auch neu über sein Leben nach.
00:38:12: und ich bin da zwar einmal so ein bisschen spätzünder Aber da habe ich für mich jetzt überlegt, ich möchte jetzt einfach auch mal mehr freie Räume gewinnen.
00:38:21: Und zu Glück hat meine Schwester die auch seit vormundzwanzig Jahren ... Meine jüngere Schwester ist zwei Jahre jünger als ich, die das den gesamten Nachhaltigkeitsbereich aufgebaut hat und die auch dafür gesorgt haben, dass wir letztes Jahr die nachhaltig- keitspreis in Deutschland gewonnen haben.
00:38:35: Ich hab mit ihr lange diskutiert und sie hat sich bereit erklärte Beiratsvorsitz zu übernehmen weil das ist schon eine Vollzeitaufgabe.
00:38:44: Als ich mich so umgeguckt habe, wen könnte ich das überhaupt übergeben?
00:38:47: Ohne dass ich dann anschließend da wieder reingrätsche.
00:38:49: Da kam eigentlich noch meine Schwesternfrage weil da ist natürlich das familiäre Vertrauensfeld ist so groß, dass ich sage du machst der Ding Ich stehe dahinter frag mich wenn Du was wissen willst.
00:38:58: ich hab den Auskunft Hut auf und das hat mir sehr viel Freiräume verschafft.
00:39:03: Und ich bin schon seit zwei tausend sechzehn glaube oder vielleicht auch ein bisschen länger Sponsor beim THW Kiel Auch gesellschaftetes THW kiel als Privatmensch Und es gab eine gewisse Unzufriedenheit über die Aktivitäten im Aufsichtsrat zu dem Zeitpunkt, aber es gab nie eine alternative Idee.
00:39:22: Ich habe sehr viel Freiräume geworden und wurde von verschiedenen Seiten angesprochen ob ich das nicht machen wollte und dann habe ich mich doch damit befasst und da habe ich auch die Rolle übernommen.
00:39:31: Jetzt ist das eigentlich zurzeit mein Hauptjob!
00:39:34: Was macht man denn als Aufsichtsrat bei so einem Sportverein?
00:39:36: Ja, ich finde den Begriff aufsichtsrad genau in den richtigen.
00:39:38: Wir beaufsichtigen und beraten... Also es gibt ja eine operative Geschäftsführung die sportliche Leitung und die kaufmännische Leitung Und die ist heute bestens besetzt wie ich finde.
00:39:49: und natürlich geht es darum eben zu gucken mit welchen Budgets gehen wir in die nächste Saison und auch in der nächsten Zeit.
00:39:56: also wir vertreten ja den Gesellschafterkreis das sind rund siebzig Gesellschafter hier dem THW Kiel gehören
00:40:03: Dass wir nicht wie im Fußball, also quasi Handballvereine sind können private Gesellschaften haben.
00:40:07: Ja okay.
00:40:08: Also das ist aber... Ich bin jetzt neu in dem... Deshalb will ich da jetzt nicht irgendwelche falschen Aussagen tätigen Aber das sind... Das ist eine GmbH und Poker-Gee Und dann gibt es halt Gesellschafter.
00:40:20: Da kann man auch wenn hier jemand dabei ist der Gesellscher Werden will kann oder das auch werden Der muss den Aufsichtsrat abnicken, aber das machen wir gerne.
00:40:28: Und ja, also bei aufsichtigen beraten Budgets und das geht natürlich auch immer darum.
00:40:33: Auch gerade in einem sportlichen Bereich den sportlichen Geschäftsführer dabei infragen.
00:40:42: gibt es vielleicht einen neuen Spieler auf dem Markt?
00:40:43: was kostet der um solche Entscheidungen mitzutreffen?
00:40:48: Das macht mir viel Spaß weil dass auch eine kleine Truppe ist.
00:40:51: In der Geschäftsstelle an alten Holz arbeiten Fans wenn man so will die für Ja, die mit Leidenschaft jeden Spieltag zu einem Erlebnis machen.
00:40:59: Für mich ist das jedes Mal nach wie vor über zehn Jahren immer noch Gänsehaut wenn die Spiele einlaufen in der Halle.
00:41:05: Das ist einfach ein tolles Event auch wenn jetzt die sportliche Situation nicht so optimal ist.
00:41:11: In diesem Jahr?
00:41:12: Genau wir arbeiten ja jetzt dran dass wir im nächsten Jahr wieder deutlich besser dastehen als die Zeit.
00:41:17: Okay, da stehe ich immer eine Frage und sage damit mich noch ein Versprechen hier einlösen kann dass es auch Publikumsformen erlaubt sind.
00:41:23: Dann könnte ich jetzt mal überlegen und dann gleich melden falls ihr eine Frage haben solltet.
00:41:29: Meine letzte Frage wäre zum deinem Investmentstätigkeiten.
00:41:33: Du bist ja Business Angel hast dir glaube ich auch einen Startup bei dem du investiert bist.
00:41:38: Warum macht du das?
00:41:39: Ich hätte jetzt erwartet, wenn Du was investierst.
00:41:41: Wäre das so in Deiner alten Großhandelsnische, keine Ahnung, modernes Waschmittel jetzt mal ganz stark vereinfacht gesagt.
00:41:48: Aber das, was ich da draußen gesehen habe, das klingt ja schon mehr wie die Deep Tech.
00:41:51: Das haben wir natürlich auch früher als Familienunternehmen immer gemacht, immer wieder reinvestiert um wachsen zu können und wirklich unabhängig von Banken zu sein usw.. Aber ich habe jetzt auch mit dieser neuen Rolle, die ich jetzt angenommen habe – auch vorher schon.
00:42:04: Auch mit der gesundheitlichen Erfahrung hab' ich auf meinen Blick nach außen gewandt.
00:42:10: Ich bin nicht einfach losgegangen und gesagt, ich würde sich jetzt Business Angel oder Start-up Investor werden oder so was.
00:42:15: Die Begriffe kannte ich vorher auch gar nicht!
00:42:17: Da ist er so durch einen persönlichen Kontakt zu dem Professor von der Uni Reinhardelung, da sitzt du auch hier mit dem Publikum.
00:42:24: Der ein tolles Patent entwickelt hat und wo ich durch einen anderen Kontakt hinzugekommen bin die Fiestone AG, die ja auch in Kiel ist, die das tetrapodale Zinkoxid herstellt.
00:42:36: Die waren damals in kaufmännischen Schwierigkeiten ... Du kannst das Unternehmen von mir geholfen und die haben mich dann mal rangehoben, denn wir haben ja eigentlich ein ganz tolles Konzept.
00:42:45: Die braucht ein bisschen Geld.
00:42:46: willst du da nicht aktionär werden?
00:42:47: Und habe ich mir das angeschaut und inzwischen bin ich der größte Aktionär geworden.
00:42:51: und in dem Zuge mit diesem Produkt weil dieses Produkt einfach so faszinierende verschiedene Möglichkeiten was man damit machen kann, haben er gesagt Wir machen ein weiteres Projekt wo wir halt die neuen Produkt-Eigenschaften nutzen wollen in einer eigenständigen GmbH, weil der Aktionärskreis in der Fiestone ist durchaus sehr unterschiedlich.
00:43:14: Also von klein bis groß mit unterschiedlichsten Interessen.
00:43:17: Da haben wir gesagt wenn wir jetzt einen neuen Weg gehen wollen dann gründen wir dafür eine Gmbh und das ist schon spannend.
00:43:23: da gibt es auch viele Hilfere also erstmals durch den persönlichen Kontakt entstanden.
00:43:27: ich gucke mir auch die Menschen an die das machen weil mir das wichtig ist mit welchem Engagement Was wollen Sie machen?
00:43:35: Wollen sie die Welt verändern?
00:43:36: und ich glaube mit diesem Produkt können wir die Welt ändern.
00:43:39: Gerade im Pneumatikmarkt, also das ist eben ein Produkt wo man diese Greifer, also da reiner kann es viel besser beschreiben als ich aber wo man die eigentlich alles was man da anschläuchen an Drucktechnik oder sowas kann man alles ersetzen weil dieses Produkt an sich hat weniger Bestandteile als der Fahrradpumpe.
00:44:00: Und es wird auch günstiger sein für Kunden, die sowas nutzen.
00:44:02: also gerade in der produzierenden Industrie wo dann halt immer Dinge gegriffen werden müssen umgesetzt werden müssen und so für solche Dinge ist das ein total spannendes Projekt.
00:44:12: Da habe ich gesagt dass da investiere ich gerne rein weil ich da auch eine hohe Volkswahrscheinlichkeit sehe weil auf die Christian Albrecht Universität sozusagen als Forschungs- und Entwicklung Abteilung hinter steht Und ich bin da recht zuversichtlich, dass das ein Erfolg wird.
00:44:28: Man muss natürlich auch immer dafür gucken, dass der Investment nicht so ist als wenn es Risikokapital.
00:44:34: und wenn er jetzt halt in die Hose gehen sollte, dann wäre ich zwar sehr traurig aber ... Das ist
00:44:40: noch nicht
00:44:42: existenziell!
00:44:43: Das ist natürlich auch mal wichtig darauf zu
00:44:45: sagen.
00:44:45: Ich hab natürlich noch einige Fragen aufgeschrieben, wir haben ja gar nicht mehr so viel Zeit.
00:44:47: gibt's eine Frage aus dem Publikum, die Kai immer mal fragen wollte?
00:44:53: Keine doch da ist einer Sprich mal an, ich versuche es dann noch einmal zu sprechen.
00:44:59: Aus dem Vorgang ist für mich jetzt aus dem Podcast nicht klar geworden was das ist, dass die Realistik da wirklich zu wachst.
00:45:05: Da ist viel aber gar nicht das Wachstum, da ist ja gar nichts.
00:45:08: Für das IG-Fahr-Business?
00:45:09: Für das Großanhaltsbusiness?
00:45:11: Okay.
00:45:13: Ich stelle dich durch den Zählstubernamen mit.
00:45:16: Was ist bitte ihr ja selber?
00:45:17: Des Tieren oder schon neben aufkaufen, die da Center machen und
00:45:22: benötigen?
00:45:23: Das
00:45:24: ist eine sehr gute Frage.
00:45:25: Ich spreche das mal ganz kurz hier rein, da spielt nicht ein Podcast.
00:45:28: Also welche Wachstumsfraktionen sind irgendwie spannender?
00:45:31: Ihr habt jetzt viele anorganische Akquisitionen gehabt was es eigentlich möglich aus dem eigenen Betrieb heraus.
00:45:37: also nehmen wir mal die Zech geben wir als Beispiel.
00:45:39: ihr hättet ja auch versuchen können quasi mit den bestehenden Vertriebsstätten dort in Bayern einfach mehr rauszugeben und sagen wir stellen mal dreißig Leute ein.
00:45:47: Ja geben denen das hat ja auch etwas gekostet die Zecht gehen wir zu übernehmen Dumpingangebot rein und versuchen alle Kunden zu klaren.
00:45:54: Wäre eine Option, ne?
00:45:55: Eine alternative Marktlösung.
00:45:58: Warum?
00:45:59: Warum habt ihr anorganisch?
00:46:01: Also beides ist das eine Tunel ohne das andere zu lassen.
00:46:04: natürlich sind wir jetzt in wirtschaftlichen Situationen oder wo man... Wir sind natürlich inzwischen einer Größenordnung, wo wir auch nicht ganz an der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland vorbeigehen.
00:46:13: wenn halt Dienstleister weniger genutzt werden, weil die Industrie mehr Homeoffice macht.
00:46:19: Dann liefern wir weniger Papiere und so weiter.
00:46:21: das merken wir natürlich auch.
00:46:23: Und es gibt zurzeit noch ein Überangebot von Handelspartnern.
00:46:27: also ist auch eine Tatsache.
00:46:29: deshalb sind wir auf Akquisitionskurs und gucken auch... Also wenn eine Firma zu verkauft steht und wir sind nicht interessiert dann wird sie an jemand anderen verkauft.
00:46:37: Da muss man mal gucken wer ist das denn?
00:46:40: Wenn es eben jetzt Private Equity oder irgendwelche Konzerne aus anderen... Aus USA, aus England sind die dann auch sagen wir kaufen uns jetzt mal den Markt.
00:46:51: Dann hilft uns das nicht weiter.
00:46:52: Das haben wir ein großes Interesse funktionierende Händler aufzukaufen von denen es zurzeit im Markt noch zu viele gibt.
00:47:00: Das ist das eine.
00:47:01: Trotzdem muss man natürlich auch organisch wachsen und da haben wir... Und das geht glaube ich nur mit neuen Konzepten.
00:47:07: also deshalb ist eben so die Snapper Out of Stock-Konzept ist ein ganz wichtiges.
00:47:11: Ein gutes Beispiel ist, wenn wir bedienen große Bäckereikette in Norddeutschland auch mit dem Never Out of Stock System.
00:47:17: Eine Bäckerei-Kette die ihre Standorte nur an eins A lagen hat.
00:47:22: Deshalb wenig... Lagerfläche hat, weil sie jetzt natürlich alles für Verkaufsräume nutzen wollen und auch nicht möchten dass die die Mitarbeitenden irgendwie abgehalten werden indem Sie bestellen müssen oder Ware annehmen müssen.
00:47:33: Für die haben wir auch das Never Out of Stock System eingeführt im ganz banales System Dass wir letztlich Hundertfünfzig Artikel definiert haben wo immer ein Mindestbestand in jeder Viereale da sein muss.
00:47:43: Und wenn wir liefern, nimmt der lieferende Kollege quasi automatisch gleich auf.
00:47:48: An welcher Stelle sind die Mindestbestellungen unterschritten worden?
00:47:51: nach einem relativ einfachen System und löst damit selber gleich wieder die nächste Bestellung aus?
00:47:56: Das haben wir mit dem Kunden bei... mit fünf Filialen getestet.
00:48:00: Aber bevor wir den Testzeitraum abgebrochen oder fertig waren, das zu testern hat er gleich gesagt Ich breche das ab ich will das gleich für alle haben.
00:48:07: Das ist geil.
00:48:08: und mit solchen Konzepten also da schafft man natürlich auch eine andere Kundenbindung.
00:48:13: Also wenn jetzt diese Bäckerei Kette sagt ich will dass mit jemand anderen machen dann müsste sich da schon Der muss erstmal das konzept entwickeln.
00:48:20: also Wir haben eine höhere kundenbindung als wir mal ein großes haus haben.
00:48:24: was sagt?
00:48:24: ich Will jetzt zwanzig paletten tolettenpapier kaufen.
00:48:26: wer ist der billigste?
00:48:28: Da gewinnt man mal, verliert man.
00:48:30: Das sind Konzepte wie man organisch wachsen kann und da muss man auch immer wieder neue Ideen entwickeln.
00:48:36: aber zur Zeit ist die Situation noch so dass wir erkennen es gibt zu viele Handelspartner damit zu viel Wettbewerb.
00:48:42: auch einmal.
00:48:44: Also das ist
00:48:45: eine Konsolidierungsphase.
00:48:47: Ja, das ist quasi eine Konsolitierungsphase die es in anderen Branchen schon gab.
00:48:52: Vor vor zwanzig Jahren war das das Wäschereigeschäft oder so, wo es an jeder Ecke einzelne Wäsche reinger.
00:48:58: Heute gibt's eigentlich nur noch große Wässereiketten.
00:49:00: Das kann man gut finden und nicht gut finden.
00:49:02: Es ist einfach der Weg wie es läuft und da muss man sich anpassen.
00:49:07: Und deshalb glaube ich sind wir zurzeit in einer Phase... Wir können auch nicht alles kaufen dazu sind wir auch nicht in der Lage aber eben die wichtigen Partner, wo wir vielleicht selber in Regionen noch nicht so gut aufgestellt sind, solche natürlich auch idealerweise zu akquirieren.
00:49:20: Dann habe
00:49:21: ich eine Abschlussfrage noch bevor wir das am nächsten Sprecher übergeben.
00:49:25: in meiner Branche ist es so oder in meiner angestammten Branche E-Commerce dass sich heute meinen Kindern eigentlich nicht mehr empfehlen würde dieser Branche zu starten.
00:49:32: Ist einfach der Webbewerb ist intensiv geworden.
00:49:33: Amazon, Aliexpress und Co.
00:49:35: haben gewonnen.
00:49:36: Der freie e-Commerce sozusagen der freie Handel muss sich mit minimalem Margen zufriedengeben.
00:49:42: Ich würde sagen macht was ganz anderes werdet Handwerker oder macht was mit Energie.
00:49:47: So du bist jetzt ja als in dem Familienunternehmen, hast du ja gesagt sehr früh angefangen?
00:49:51: Was würdest du deinen Kindern heute empfehlen im Bezug auf den Großhandel oder Fachgrosshandel?
00:49:55: Ja das ist lustig weil ich habe noch eine Tochter und da hab' ich immer gesagt mach alles nur nicht das!
00:50:01: Aber inzwischen studiert sie Management und Psychologie und hat tatsächlich ein Interesse am Familienunternehmer entwickelt.
00:50:07: vielleicht war das genau das Richtige es genauso zu sagen.
00:50:11: Aber sie wird natürlich, weil wir jetzt auch ein anderes Konstrukt sind.
00:50:14: Sie wird nicht in die Rolle einer... Also wenn sie sich wirklich dafür entscheidet es am Ende ihres Weges zu machen, sie wird dann nicht geschäftstühender Alleingesellschaft drin mehr werden können sondern sie kann eine Rolle als Gesellschaft drinnen einnehmen.
00:50:25: Sie könnte vielleicht eine Beiratsaktivität nehmen.
00:50:27: Gut aufgrund der größten Betaligung könnte sie sich selbst als CEO einwechseln, wenn sie das will aber ist eben Ja, inzwischen ein großes Unternehmen.
00:50:37: Das ist gesagt mit fast einer Milliarde Euro Umsatz.
00:50:39: Hoffentlich knacken wir sie bald mit rund dreitausend Mitarbeitenden und das ist schon auch eine andere Größenordnung wo man auch in der Lage sein muss einen Vorstand den wir ja heute beschäftigen denn die ja auch tolle Karriere wie geht es sich haben auch beurteilen zu können als Aufsichtsbeirat und da setzt natürlich erhebliche auch Berufserfahrer voraus.
00:51:00: Und deshalb kann man jetzt auch nicht als sechsundzwanzigjährige nach dem Studien sagen, so ich werde jetzt Beiratsvorsitzende und guck mal was der Vorstand hier macht.
00:51:07: also deshalb eben auch erst einmal die Einarbeitung in anderen Rollen und auf diesem Weg wird sich zeigen ob sie dabei bleibt dass ihr ins Unternehmen will oder ob es ihnen anhand
00:51:14: ist.
00:51:14: Das war jetzt sehr konkret bezogen auf deine Tochter.
00:51:16: aber generell würdest du sagen ist das noch sozusagen die Branche?
00:51:19: Die Hip und Cooles wo man in die Zukunft gestalten kann oder siehst du andere spannere Wachstumsbranchen wo du sagen würdest Generell, das ist vielleicht ein bisschen spannender noch.
00:51:31: Das ist ganz schwer zu beantworten weil ich jetzt... Also ich komme jetzt auch aus einer Rolle wo ich auch viel Federn gelassen habe also was mich auch viel Kraft gekostet hat.
00:51:41: Da gehört auch dazu dass ich vom naturell... Ich bin ja nicht deshalb Unternehmer weil ich das Blut eines vorherigen Unternehmers Blut habe oder so, sondern da ist natürlich eine andere Verbindung.
00:51:52: Und ich hab im Laufe der Zeit festgestellt auch nicht zuletzt durch den Anschlag ein Fall, dass ich eigentlich nicht der geborene Unternehmer bin.
00:51:58: Ich hab das gelernt... Das
00:51:58: bist du nicht der Geborene?
00:51:59: ...ich bin nicht der geborne Unternehmer!
00:52:01: Ich hab' das gelernt, ich hab' jahrzehntelang trainiert und ich glaube, ich kann das inzwischen sehr gut.
00:52:06: aber es kostet mich nach wie vor sehr viel Kraft weil das gar nicht meine ureigene Intention ist, das zu machen.
00:52:13: Da habe ich Respekt vor und deshalb gucke ich mir da auch meine Tochter sehr konkret an.
00:52:18: Die Branche ist schon, gerade weil wir natürlich einen so tollen Vorsprung über Jahrzehnte arbeiten.
00:52:23: Wir haben so ein tolles Netzwerk mit Lieferanten und Kunden.
00:52:27: Deshalb eben jetzt hinzugehen... Und zu sagen, ich stelle jetzt dreißig Leute ein und neben dem anderen die ganzen Kunden weg.
00:52:33: Das funktioniert eben auch immer viel schlechter als man denkt weil auch die Anderen haben eine tolle Kundenbindung und die auch die Sicherheit haben wollen dass sie versorgt werden, die auch Erfahrungen gemacht haben wenn an Freitagabend plötzlich was fehlte für eine Veranstaltung wie man am Samstag macht der liefert mir das alles noch und löst mit dieses Problem.
00:52:51: das schafft Kundenbindung und es sind ja Familienunternehmen.
00:52:56: Dinge arbeiten, das ist eine spannende Branche.
00:52:58: Aber es gibt auch andere spannenden Branchen wie zum Beispiel ein Zinkoxid oder so.
00:53:02: Auf jeden Fall habe ich eine ganze Menge mitgenommen.
00:53:06: Ich glaube die, die ihr zugehört haben und öfter mal die A-Sieben runterfahren, haben jetzt für ihr Leben lang die Geschichte dahinter hinter diesen Namen.
00:53:12: Das finde ich schon sehr cool!
00:53:13: Vielen Dank, dass du da warst.
00:53:14: Vielen Dank für deine Zeit.
00:53:15: Du bist ja noch ein bisschen hier.
00:53:16: Die Leute können dir Fragen stellen?
00:53:17: Ich hab's leider selber beim Zeitmanagement nicht so optimal eingehalten und konnte genug fragen... Ein Binden, aber ich habe nur eine ganze lange Liste an Fragen, die wir es auch noch nicht reingeschafft haben.
00:53:25: Vielen Dank!
00:53:26: Großer Applaus für dich!
Neuer Kommentar